„Seit Jahren Negativschlagzeilen“ – Belgische Reaktoren abschalten

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Bildquelle: Wikimedia

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Energieministerin Eveline Lemke unterstützen den Vorstoß von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks, die von der belgischen Regierung die Abschaltung zweier Reaktorblöcke der Atomkraftwerke Tihange und Doel gefordert hat. 

„Die beiden Reaktoren sorgen seit Jahren für Negativschlagzeilen. Von mehreren Tausend Haarrissen und ausgetretenem radioaktivem Wasser war schon die Rede. Ein Unfall  könnte Auswirkungen bis weit nach Rheinland-Pfalz haben“, sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Ministerin Eveline Lemke.

Sie erinnerten an die entsprechenden Kabinettsbeschlüsse der Landesregierungen von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen am 8. März. Beide Länder hatten damals entschieden, sowohl in Brüssel als auch in Genf gemeinsam Beschwerde wegen der bei der Laufzeitverlängerung für Tihange und Doel unterlassenen Umweltverträglichkeitsprüfung einzulegen. „Die heutige Forderung der Umweltministerin geht in die gleiche Richtung. Ich bin erfreut, dass wir eine so klare Rückendeckung der Bundesregierung für unsere Haltung bekommen“, stellte Ministerpräsidentin Malu Dreyer fest.

„Rheinland-Pfalz grenzt unmittelbar an Belgien. Mir ist es wichtig, alle Gefahren, die von der Hochrisikotechnologie Atomkraft ausgehen, für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Land auszuschließen“, betonte die Ministerpräsidentin.

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