29 Jahre Tschernobylkatastrophe: Heute Demonstrationen und Mahnwachen

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Das AKW Cattenom liegt zwölf Kilometer von der deutschen Grenze und neun Kilometer von der luxemburgischen Grenze entfernt.

Bildquelle: wikipedia

BONN. Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat heute am 29. Jahrestag des Beginns der Atomkatastrophe in Tschernobyl (26. April 1986) an die Opfer der Atomindustrie erinnert. Gleichzeitig hat der BBU den weltweiten und sofortigen Atomausstieg sowie eine umfassende Energiewende eingefordert.

Der BBU weist darauf hin, dass heute in der Bundesrepublik und international an vielen Atomkraftwerken und Atomanlagen gegen die Nutzung der Atomenergie demonstriert wird.


Konkrete Forderungen erhebt der BBU in Richtung Bundesregierung und an die zuständigen Landesregierungen: Die noch laufenden Atomkraftwerke müssen sofort stillgelegt und den sonstigen Atomfabriken müssen sofort die Betriebsgenehmigungen entzogen werden. Der BBU hält es für unverantwortlich, dass in Lingen und Gronau Urananlagen ohne jegliche Laufzeitbegrenzung nuklearen Atombrennstoff für den Betrieb von Atomkraftwerken in aller Welt produzieren. Sowohl beim Betrieb der Anlagen in Lingen und Gronau, aber auch beim Betrieb der internationalen Atomkraftwerke, fällt Atommüll an, der das internationale Atommülldebakel weiter verschärft.

Internationale Proteste zum Tschernobyl-Jahrestag

Vor dem Hintergrund des Atommülldesasters und angesichts ständiger Pannen und Störfälle in Atomkraftwerken und Atomanlagen bekräftigt der BBU die weite Notwendigkeit von vielfältigen Anti-Atom-Protesten. “Regierungen und Parteien benötigen weiterhin den Druck der betroffenen und gefährdeten Bevölkerung”, so BBU-Vorstandsmitglied Udo Buchholz.

Anti-Atomkraft-Demonstrationen und Mahnwachen finden heute u. a. bei den Atomkraftwerken Brokdorf, Neckarwestheim und Philippsburg statt. In Lingen, hier gibt es verschiedenste Atomanlagen, wird ein Schweigekreis in der Innenstadt durchgeführtt. Grenzüberschreitende Protreste werden am französischen AKW Fessenheim und an der niederländischen Urananreicherungsanlage in Almelo durchgeführt. In Mosbach, in der Nachbarschaft des AKW Obrigheim, findet morgen eine Anti-Atom-Mahnwache statt.

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1 KOMMENTAR

  1. Hier mal ein „netter“ Artikel zur Pauschalforderung „…den sonstigen Atomfabriken müssen sofort die Betriebsgenehmigungen entzogen werden…“

    http://www.deutschlandfunk.de/technetium-99-wird-knapp.676.de.html?dram:article_id=26473

    Vorschlag: alle, die gegen die „böse Atomtechnik“ demonstrieren, verzichten freiwillig auf wirkungsvolle Krebsdiagnostik/-therapie. [Dass Atomtechnik zur Stromerzeugung wirtschaftlicher Unfug ist, sei hier nicht bestritten.]

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