TRIER. Abschied von einem Aufstiegshelden: Nolan Adekunle verlässt die Gladiators Trier und setzt seine Karriere in den USA fort. Der 24-jährige Small Forward wechselt an ein renommiertes College-Programm in der NCAA. Möglich macht den Schritt eine Ausstiegsklausel – die Gladiators erhalten eine festgeschriebene Ablöse.
Nolan Adekunle wechselt von den Gladiators Trier in die NCAA. Der 24-jährige Flügelspieler war Aufstiegsheld, ProA-Meister und in der vergangenen BBL-Saison Starter auf der Position drei. Obwohl Trier zuvor eine Vertragsverlängerung vereinbart hatte, ermöglicht eine Ausstiegsklausel den Wechsel in die USA.
Aufstiegsheld verlässt Trier
Die Gladiators Trier müssen einen Leistungsträger ziehen lassen: Nolan Adekunle verlässt den Club nach zwei prägenden Jahren an der Mosel.
Der Small Forward war zur Saison 2024/25 nach Trier gewechselt und gehörte seitdem fest zum Stammpersonal der Gladiatoren. Gleich in seiner ersten Saison wurde er mit den Trierern Zweitliga-Meister und feierte den Aufstieg in die easyCredit BBL.
Auch nach der Rückkehr in die Bundesliga blieb Adekunle eine wichtige Säule im Team.
Wechsel in die USA trotz Vertragsverlängerung
Besonders bitter aus Trierer Sicht: Die Gladiators hatten zuvor bereits eine Vertragsverlängerung mit dem Flügelspieler vereinbart. Eine Ausstiegsklausel macht den Wechsel nun dennoch möglich.
Adekunle nimmt ein deutlich höher dotiertes Angebot eines bekannten NCAA-Programms an. Die Gladiators erhalten dafür eine festgeschriebene Ablöse.
Für den 24-jährigen Berliner ist es der nächste große Karriereschritt ins Mutterland des Basketballs.
Leistungsträger auf der Drei
Adekunle absolvierte seit seiner Ankunft insgesamt 82 Pflichtspiele für die Gladiators. Er prägte das Trierer Spiel vor allem durch seine Vielseitigkeit: defensiv variabel, stark im Umschaltspiel und gefährlich aus der Distanz.
In der vergangenen BBL-Saison kam er in 34 Spielen auf durchschnittlich:
8,2 Punkte
3,4 Rebounds
1,1 Assists
42,9 Prozent Dreierquote
Im BBL-Pokal legte Adekunle sogar noch stärkere Werte auf: 10,3 Punkte, 5,0 Rebounds und 1,3 Assists pro Spiel.
Schneider: „Chancen, die man nicht oft im Leben bekommt“
Headcoach Jacques Schneider würdigt Adekunle zum Abschied ausdrücklich als Leistungsträger und wichtigen Bestandteil der vergangenen Saison.
„Der Rückblick auf die vergangene Saison hat mir gezeigt, welches Potential Nolan hat und wie wichtig er als Starter auf der Drei war“, sagt Schneider. Adekunle habe trotz seines jungen Alters in der BBL viele starke Spiele gemacht.
Dass sich nun viele Türen für ihn öffnen, sei die logische Konsequenz. Trier sei sicherlich eine seiner ersten Optionen gewesen, so Schneider. Die Möglichkeiten, die sich nun ergeben hätten, seien aber mehr oder weniger „No Brainer“ – also Chancen, die man nicht oft im Leben bekomme.
„Einer der stärksten deutschen Spieler auf seiner Position“
Schneider zeigt sich stolz auf seinen bisherigen Spieler und traut Adekunle sportlich noch einiges zu.
Er sei glücklich für ihn und stolz, dass sich Adekunle seinen Traum erfüllen könne. Gleichzeitig sei er überzeugt, dass der Flügelspieler Trier in guter Erinnerung behalten werde und der Kontakt bestehen bleibe.
Schneider glaubt, dass Adekunle auf seiner Position künftig „einer der stärksten deutschen Spieler“ werden könne.
Gladiators suchen Nachfolger
Für die Gladiators bedeutet der Abgang sportlich eine Lücke. Adekunle war nicht nur Starter, sondern auch Publikumsliebling, Sympathieträger und Identifikationsfigur der erfolgreichen Aufstiegszeit.
Die Verantwortlichen des Clubs befinden sich bereits auf der Suche nach einem Nachfolger.
In Trier bleibt Nolan Adekunle dennoch fest verankert: als Aufstiegsheld, ProA-Meister und wichtiger Spieler der Bundesliga-Rückkehr.
















