Die Weltkirche spürbar machen: Muttersprachliche Gemeinden bei den Heilig-Rock-Tagen

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TRIER. Viele unterschiedliche Sprachen haben am gestrigen Samstag bei den Heilig-Rock-Tagen den Trierer Dom erfüllt. An diesem Tag sind Menschen aus den muttersprachlichen Missionen und Gruppierungen des Bistums Trier gekommen, um gemeinsam – aber doch jeder in seiner Muttersprache – zu beten und zu singen.

„Wie großartig bunt und vielfältig Kirche ist, zeigt sich in diesen Tagen“, sagte Weihbischof Peters zu den Gläubigen. Sie würden eine besondere Lebendigkeit in den Dom, die Mutterkirche des Trierer Bistums, tragen und so die Weltkirche spürbar machen. „Wir bilden alle miteinander eine Familie durch das Geschenk der Taufe“, sagte Peters, auch wenn die Sprachen und Kulturen ganz unterschiedlich seien. Durch seine Auferstehung werde Jesus Christus zum Licht für die Völker. Der Weihbischof wünschte den Gläubigen, dass ihnen dieses Licht helfe, „Heimat zu finden“. In diesem Gottesdienst zeige sich ihr Schatz der Lebendigkeit ihrer Kultur. Diesen sollten sie nicht verstecken, sondern weitergeben.


Die unterschiedlichen Sprachen und Kulturen waren im Gottesdienst vielfältig hör- und sichtbar: Einige Gläubige hatten ihre Landesflagge mit in den Dom gebracht. Andere trugen Kleidung, die für ihre Kultur typisch ist. Mit Gitarren, Trommeln und ihrem Gesang gestalteten sie den Gottesdienst musikalisch mit. Die Fürbitten wurden vorgetragen auf Italienisch, Kroatisch, Polnisch, Spanisch und Englisch, von einem Syrer, einer Vietnamesin und einer Slowenin. Das Vaterunser beteten und einige Lieder sangen alle gemeinsam, und trotzdem jeder auf seiner Muttersprache.

Josefa Paredes (50) ist mit Mitgliedern der spanischen Gemeinde nach Trier gekommen. Sie trug ein spanisches, schwarz-rotes Kleid und eine Blume im Haar. „Es ist schön zu sehen, aus welchem Land jeder kommt“, sagte Paredes, die in Saarbrücken lebt. Sie kommt schon seit einigen Jahren zum Gottesdienst der muttersprachlichen Gemeinden im Rahmen der Heilig-Rock-Tage. „Da treffen sich so viele Menschen, die so unterschiedlich sind und trotzdem irgendwie gemeinsam fühlen.“

„Diese vielen Nationen haben sich toll präsentiert“, sagte Adolf Klampfer, der slowenische Wurzeln hat. „Menschen, die sich freuen, dass sie zusammen sind, das finde ich toll“, sagte der 74-Jährige aus Saarbrücken. Auch für Renate und Stefan Zydziak, die aus Polen stammen und heute in Trier leben, hatte der Gottesdienst eine spezielle Atmosphäre. „Beten in vielen Sprache ist etwas Besonderes – und dass sich Leute aus so vielen Kulturen hier zusammenfinden“, betonte die 55-jährige Renate Zydziak. „Da sieht man, wie die Menschen zusammen halten“, ergänzte ihr Ehemann Stefan (58).

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