Update: Eintracht Trier stürmt den Ludwigspark

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SAARBRÜCKEN. Die Erfolgsserie der Trierer Eintracht geht weiter. Die Moselaner errangen im Derby der Fußball-Regionalliga Südwest beim 1. FC Saarbrücken vor 4.803 Zuschauern im Ludwigspark einen 2:1 (1:0)-Erfolg.

Romas Dressler hatte die Gäste in der 12. Minute mit einem Foulelfmeter in Führung gebracht. Rudy Carlier erhöhte in der 62. Spielminute mit seinem 6. Saisontor auf 0:2. Ein vom Saarbrücker Felix Luz verwandelter Foulelfmeter in der Nachspielzeit besiegelte den Endstand von 1:2. Trier ist damit seit sechs Spielen ungeschlagen.


Der Sieg der Mannschaft von Cheftrainer Peter Rubeck, der das Team gegenüber dem vorangegangenen 0:0 gegen den SV Waldhof Mannheim auf drei Positionen verändert hatte (Robin Koch, Till Hermandung und Rudy Carlier für Stefan Thelen, Ajdin Zeric und Robin Garnier), war sogar völlig verdient: Den hoch ambitionierten Gastgebern gelangen nur selten durchdachte Angriffe. Meist hatte der kompromisslos und konzentriert agierende SVE keine allzu große Mühe, das Geschehen weit weg vom Tor von Chris Keilmann zu halten.

Die 05er dagegen versteckten sich von Anfang an nicht, setzten immer wieder gefährliche Nadelstiche und gingen bereits in der 12. Minute nach einem Foul von Christian Sauter an Til Hermandung in Führung – Romas Dressler traf vom Elfmeterpunkt. Richtig brenzlig wurde es für die von rund 500 Fans unterstützten Trierer zunächst nur in der 16. Minute. Nach einem schnell vorgetragenen Angriff gelangte der Ball zu Matthew Taylor, der aber aus halblinker Position haarscharf am langen Pfosten vorbei schoss.

Dagegen verzeichnete die Eintracht weitere Chancen durch einen Dressler-Kopfball (24.), Christopher Spangs 20-Meter-Schuss (26.), den Keeper David Salfeld gerade noch an die Latte lenken konnte und Ugur Dündar, der einen Konter mit einem Schuss übers Lattenkreuz abschloss (43.) sogar weitere gute Möglichkeiten.

Die Halbzeitansprache von FCS-Coach Kilic muss ebenso kurz wie prägnant gewesen sein – jedenfalls betraten die Saarbrücker deutlich vor der Eintracht das Spielfeld vor Beginn der zweiten Hälfte. Einen Sturmlauf entfachten die Hausherren aber auch in den zweiten 45 Minuten nicht. Der SVE verteidigte weiterhin gut, gewann zahlreiche Zweikämpfe und machte die Räume eng.
Vergeblich forderte der FCS in der 58. Minute einen Elfmeter, als Robin Koch Felix Luz auf dessen Weg zum Tor etwas mit den Händen bearbeitet hatte.

Das nächste Tor fiel indes auf der anderen Seite. Nach Linksflanke von Christoph Anton hielt Rudy Carlier in der Mitte den Fuß hin und verlängerte die Kugel (61.) zum 2:0 ins FCS-Netz. Im Gegenzug fast der Anschlusstreffer, der Schuss von Luz wurde von einem Trierer Abwehrbein aber noch um den Pfosten gelenkt.

Saarbrücken hatte danach zwar weiter ein Plus an Ballbesitz, konnte aber nur noch durch Luz per Foulelfmeter verkürzen, den Milorad Pekovic an Mendy verursacht hatte. red/wir

[td_text_with_title custom_title=“Stimmen zum Spiel“] Romas Dressler: „Unser Matchplan ist super aufgegangen. Wir wollten die Partie mit Emotionen angehen und den Gegner unter Druck setzen. In der zweiten Hälfte sind wir eher über Konter gekommen. Im Grunde war es ein verdienter Derbysieg. Man hat schon gesehen, dass der FCS eine super Mannschaft hat. Wir haben aber auch super dagegen gehalten.“
Ugur Dündar: „Ich habe mehrere Schläge aufs Schienbein gekommen. Das ist aber nicht schlimm. Wir alle sind sehr froh, gewonnen zu haben. Wir waren mutig im Spiel nach vorne und stark im Defensivverhalten.“
Michael Dingels: „Der Druck war auf Saarbrücker Seite. Wir waren in einer psychologisch guten Ausgangsposition. Jetzt gilt es, am Freitag gegen Lautern wieder zu gewinnen. Das wäre ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klassenerhalt.“
Trainer Peter Rubeck: „Wir waren von Anfang an im Spiel. Der frühe Elfmeter hat uns in die Karten gespielt. Insgesamt war die erste Halbzeit die beste, die wir in dieser Saison gespielt haben. Wir waren eine Einheit und wollten gewinnen. Auch das 2:0 kam zum richtigen Zeitpunkt. Danach hat die Mannschaft leidenschaftlich gekämpft. Wir brauchen aber immer noch Punkte, um nicht abzusteigen. Unsere Bilanz in der Rückrunde ist gut. Wir haben jetzt schon zwölf Punkte mehr als zum gleichen Zeitpunkt in der Hinserie.“

1. FC Saarbrücken – SV Eintracht Trier 05 1:2 (0:1)
1. FC Saarbrücken: David Salfeld – Marco Meyerhoefer (76. Rufat Dadachev), Steffen Schäfer, Alexander Hahn, Christian Sauter – Alexandre Noel Mendy, André Mandt (59. Sven Sökler), Dennis Wegner (78. Dominik Rohracker)– Matthew Taylor, Felix Luz.
SV Eintracht Trier 05: Chris Keilmann – Torge Hollmann (46. Stefan Thelen), Michael Dingels, Robin Koch, Jannik Stevens – Till Hermandung (63. Milorad Pekovic), Ugur Dündar, Christopher Spang, Christoph Anton (80. Rudy Garnier) – Romas Dressler, Rudy Carlier (74. Bruno Gomis)

Tore: 0:1 (12.) Romas Dressler (Foulelfmeter), 0:2 (61.) Rudy Carlier, 1:2 (90.) Felix Luz (Foulelfmeter)
Schiedsrichter: Marcel Göpferich (Bad Schönborn) – Zuschauer: 4803

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