Jungparlamentarier nehmen Stellung zur Sporthallensituation in Trier

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Bildquelle: TVG Trier

TRIER. Die Sporthallensituation in der Stadt Trier ist äußerst prekär. Eine Halle nach der anderen muss geschlossen werden oder wird nur noch eingeschränkt genutzt. Jetzt hat sich das Trierer Jugendparlament zu diesem Thema in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet.

In der Mitteilung heißt es, „das Trierer Jugendparlament fordert in der Diskussion hinsichtlich der dramatischen Sporthallen-Situation in Trier, so bald wie möglich eine pragmatische und langfristige Lösung zu finden und diesem Thema oberste Priorität zu geben.“

Eingeschränkte Nutzbarkeit ist gravierend

Nicht nur der Schulsport-Unterricht sei gefährdet, merken die Jungparlamentarier an, sondern vor allem die ausgeprägte Vereinssport-Kultur in Trier sei bedroht. Da viele Jugendliche besonders Ballsportarten betreiben, müsse auch die eingeschränkte Nutzbarkeit vieler Hallen als gravierend betrachtet werden.


„Wir unterstützen die bisher angedachten Lösungsansätze ausdrücklich und sehen die Bemühungen durchaus positiv“, heißt es in dem Schreiben weiter. „Jedoch empfehlen wir, den Fokus auf die langfristige Lösung des Problems zu legen. So befürworten wir zwar die Aufstellung einer Zelthalle am Standort der Mäushecker-Halle, da dort besonders viele Schüler betroffen sind und die Halle auch zu weit entfernt von möglichen Alternativ-Hallen liegt. Wir raten allerdings von der Aufstellung weiterer Zelthallen ab, da die verfügbaren finanziellen Mittel besser in nachhaltige Sanierungen fließen sollen, damit sich die Situation möglichst bald und langfristig entspannt.“

Symptome bekämpfen reicht nicht

Das Jugendparlament fordert die sofortige Vergabe eines Sanierungs-Auftrags für mindestens drei derzeit geschlossene Hallen, damit diese wieder vollständig nutzbar sind. Des weiteren sollen an den derzeit eingeschränkt nutzbaren Hallen die verhältnismäßig kleineren Schäden so umfassend saniert werden, dass die Halle auf lange Sicht nutzbar bleibt. „Konkret bedeutet das, dass wir es für nicht ausreichend halten, beispielsweise Netze unter die Hallendecken zu hängen, oder weitere Symptome zu bekämpfen, sondern die Ursachen behoben werden soll, damit diese Hallen nicht in einigen Jahren geschlossen werden müssen. Dieses ist sowohl finanziell langfristig besser, sondern auch für die Jugendlichen ein größerer Gewinn.“

Das Trierer Jugendparlament will auf jeden Fall vermeiden, dass die Situation nicht auf langfristige Sicht verbessert wird und kurzfristig geplante Maßnahmen sich zu langfristigen Lösungen entwickeln und sich die Lage in einigen Jahren wieder verschlechtert.

Sportliche Betätigung ist extrem wichtig

„Wir möchten noch einmal unterstreichen“, so das Parlament am Ende, „dass wir vor allem den Vereinssport in Trier bedroht sehen, da bereits jetzt viele Vereine ihren Trainingsbetrieb teilweise einstellen mussten, da ihnen die nötigen Sportstätten fehlen. Für Kinder und Jugendliche in der Stadt ist dies eine untragbare Situation, da die sportliche Betätigung außerhalb der Schule, vor allem zusammen mit gleichaltrigen extrem wichtig für ihre Entwicklung sind.“

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