Die Serie der „Endspiele“ beginnt – TBB will den Tigers die Zähne zeigen

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Marko Lukovic und Vitalis Chikoko (weiße Trikots) gehören zu den Schlüsselspielern gegen Tübingen.

Bildquelle: Helmut Thewalt (Archiv)

TRIER. Der erste Anti-Abstiegsgipfel steht an. Basketball-Bundesligist TBB Trier empfängt am Samstag (20.30 Uhr, Arena Trier) die WALTER Tigers Tübingen, die punktgleich mit den Moselanern den drittletzten Tabellenplatz belegen, allerdings den Vorteil haben, das Hinspiel mit 85:76 gewonnen zu haben. Die Luft nach unten beträgt vor diesem Spieltag für beide nur zwei Punkte.
Das Hinspiel am Neckar stand unter keinem guten Stern. Bei der Ankunft hatte der Trierer Mannschaftsbus eine unsanfte Begegnung mit der Tübinger Paul-Horn-Arena. Auch im Spiel gegen die heimstarken Tiger lief es für die TBB nicht perfekt: Lange war die Partie hochspannend, zur Halbzeit stand es 35:35, nach dem dritten Viertel 57:57. Die Dreier von Jimmy McKinney und Michael Cuffee brachen Trier das Genick, am Ende stand ein unbefriedigendes 85:76.

Tübingen war mit fünf Niederlagen in die Saison gestartet, den ersten Sieg gab es gegen dann beim 93:76 über Braunschweig. Danach wurde gegen Crailsheim und Bremerhaven gewonnen. Zum Lieblingsgegner der Tübinger wurden diese Saison aber die MHP RIESEN Ludwigsburg. Im Derby der beiden nur 70 Kilometer entfernten Vereine gewann das Team von Igor Perovic beide Spiele gegen den Lokalrivalen, der aktuell auf einem Playoff-Platz steht. Tübingen hatte lange den 17. Tabellenplatz inne, konnte diesen dann aber an die Eisbären Bremerhaven abgeben. Vor zwei Wochen nahmen die Tübinger die unangenehme Rolle als Sparringspartner beim Dreier-Rekord des FC Bayern München ein, 23 Distanztreffer und 117 Punkte kassierte man in eigener Halle.

In Tübingen legt man Wert auf Kontinuität auf der Trainerposition: Igor Perovic steht seit 2009 in Diensten der Tigers, vorher hatte er bereits vier Jahre als Point Guard das Spiel der Tübinger gelenkt. Er genießt das Vertrauen von Geschäftsführer Robert Wintermantel, selbst ehemaliger Tigers-Spieler. Die Zusammenarbeit läuft gut, trotz niedrigem Budget kann der Abstieg seit Jahren erfolgreich verhindert werden.

Perovics verlängerter Arm ist Branislav „Bane“ Ratkovica. Der Aufbauspieler kam bereits 2008 nach Tübingen, legte von 2011 bis 2013 eine Pause mit Stationen in der Türkei und der Ukraine ein und bereichert nun wieder das Spiel der Tigers mit seinem klugen Passspiel: Sieben Assists pro Spiel gehen auf das Konto von Ratkovica – mehr schafft keiner in der BBL. Dazu kommen 10,8 Punkte. Für noch mehr Erfahrung sorgt Aleksandar Nadjfeji. Er kehrte 2013 eigentlich als Co-Trainer nach Tübingen zurück, wo er schon 2009/2010 unter Vertrag stand. Der 38-jährige Power Forward erlebt aktuell aber seinen zweiten Frühling und ist immer noch für 8,5 Punkte im Schnitt gut.

Topscorer im Team ist Jimmy McKinney (15,6 Punkte, 2,9 Rebounds, 1,9 Assists). Er kam erst im Dezember nach Tübingen und sorgt seitdem für Offensivpower. Besonders an der Dreierlinie darf man ihn nicht aus den Augen lassen, hier trifft der ehemalige Frankfurter 46,4 % seiner Würfe. Augustine Rubit ist der effektivste Spieler von Igor Perovic. Der Power Forward kommt auf 13,7 Punkte und 7,3 Rebounds, seine Trefferquote von 60% aus dem Zweierbereich ist die beste im Team.

Mit Jonathan Wallace (9,8 Punkte, 3 Assists) verfügen die Tübinger neben Ratkovica und McKinney über einen weiteren starken Guard. Wallace, der von 2010 bis 2012 für den FC Bayern die Basketballschuhe schnürte, war in der Hinrunde lange verletzt, ist jetzt aber wieder voll da. Michael Cuffee (10,1 Punkte, 5,7 Rebounds), Nachwuchstalent Bogdan Radosavljevic (8,2 Punkte, 3,4 Rebounds), Anatoly Kashirov (7,9) und Vladimir Mihailovic (7,5) komplettieren die Rotation.

Tübingen gilt nicht gerade als Defensivmannschaft: 87,8 Punkte kassieren die Neckarstädter pro Spiel, mehr als jede andere Mannschaft der Liga. Die Historie spricht für die TBB: 14 der 26 bisherigen Begegnungen gingen an die TBB, in der Arena waren es sogar acht von zwölf.

TBB-Headcoach Henrik Rödl weiß, dass Tübingen mit einem starken Kader antritt: „Tübingen ist eine Mannschaft, die vor allem auf den Guard Positionen sehr viel Qualität hat. McKinney, Wallace, Ratkovica und Cuffee, das ist schon eine sehr gute Guard-Line die auch in den letzten Spielen gut gespielt hat.“

Rödl muss weiterhin auf Tony Canty verzichten, alle anderen Spieler sind fit und bereit für das wichtige Spiel: „Wir haben eine angespannte Situation, das wissen wir alle. Aber wir bereiten uns immer so gut wie möglich auf das nächste Spiel vor, deshalb ist der Unterschied zu ’normalen Spielen’nicht so groß. Aber es ist schon ein wenig mehr Fokus da, weil wir wissen, wie wichtig das Spiel ist. Wir wollen uns auf die Sachen konzentrieren, die uns den Sieg bringen. Wir müssen gut verteidigen, Tübingen läuft sehr gut, sie haben gute Werfer. Da müssen wir immer dran sein und eng verteidigen.“

Rödl weiter: „Wir müssen im Angriff den Ball kontrollieren und gut laufen lassen, gute Würfe kriegen, um das Spiel zu kontrollieren und am Ende zu gewinnen. Wir sind zuhause viel stärker als auswärts, auch das wissen wir. Das kommt natürlich von unseren Fans, die uns in schweren Situationen immer unterstützt.“

[td_text_with_title custom_title=“Extra“] Ticketaktion „High Five“
Fünf Freunde sollt ihr sein – auch wenn mancher den Spruch vielleicht anders kennt, dieses Motto gilt für das Spiel am Samstag. Die TBB Trier bietet für das Spiel gegen Tübingen ein Sonderangebot für Gruppen von fünf Personen an. Fünf zusammenhängende Tickets sind zum Preis von vier erhältlich (gültig in den Kategorien IV und V).
Also ladet eure Freunde, Verwandten, Kollegen ein, am Samstag kann die Mannschaft jeden Unterstützer in der Arena gebrauchen!
Das Angebot gilt aus organisatorischen Gründen nur im Vorverkauf am Donnerstag und Freitag im Fanshop der TBB (Cläre-Prem-Straße), Reservierung auch telefonisch unter 0651/3000440 zu den Öffnungszeiten des Fanshops.

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