Ein Kind mit Fieber braucht coole Eltern

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Kinder mit Fieber brauchen vor allem Ruhe, ausreichend zu trinken und Zuwendung.

Bildquelle: AOK

TRIER/EISENBERG. Wer kennt das nicht? Gestern war das Kind noch putzmunter und heute hat es Fieber. Oder ist es nur erhöhte Temperatur? Hier kommt nun die Frage auf, was am besten zu tun ist, um dem Kind zu helfen. Reichen einfache Hausmittel, die schon unsere Großeltern angewendet haben oder ist doch ein Arztbesuch angesagt? Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse hat einige Tipps zusammen gestellt, wie man Kindern mit Fieber am besten helfen kann.

Wenn Kinder Fieber haben, ist das nicht gleich ein Grund zur Sorge. „Kinder haben viel schneller Fieber als Erwachsene und selten steckt etwas Ernsteres dahinter“, sagt Petra Sandmann-Gilles von der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland – Die Gesundheitskasse. Wenn der Körper so auf Hochtouren läuft, dass Fieber entsteht, steckt meist eine Infektion dahinter. Das Fieber ist also nur das Symptom, nicht die Erkrankung. Manche Kinder reagieren aber auch auf das Zahnen, bei anderen löst schon heftiges Toben oder zu warme Kleidung Fieber aus.

Ab 38 Grad beginnt das Fieber

Handelt es sich um eine Virusinfektion, reichen normalerweise ein paar Tage Ruhe, ausreichendes Trinken und Zuwendung aus, damit der Nachwuchs wieder auf die Beine kommt. Trotzdem sollten die Eltern ihre Kinder gut im Blick haben und beispielsweise drei Mal am Tag das Fieber messen“, sagt Sandmann-Gilles. Normalerweise liegt die Temperatur gesunder Kinder zwischen 36,5 und 37,5 Grad Celsius. Die Temperatur zwischen 37,6 und 38,0 Temperatur gilt als erhöht, erst dann beginnt das eigentliche Fieber.

Vorsicht bei Medikamenten

Manche Kinder beeinträchtigt das Fieber nicht. Doch sollten Eltern sich nicht täuschen lassen: „Ein Kind mit Fieber gehört weder in die Kita noch in die Schule“, so die AOK-Expertin. Ganz wichtig ist es, dass das Kind viel trinkt und Ruhe bekommt. Manche Kinder fühlen sich besser mit einem feuchten, lauwarmen Waschlappen auf der Stirn. Viele Kinder sprechen auch auf Wadenwickel an. Dafür taucht man zwei Baumwolltücher in handwarmes Wasser, wringt sie gut aus und wickelt sie um die Wade. Darüber wickelt man noch trockene Tücher und lässt die Wickel einige Minuten einziehen. Auch sollten Eltern am besten in der Nähe ihrer fiebernden Kinder schlafen. Über den Einsatz fiebersenkender Medikamente sollte man nach Empfehlung des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) erst ab 39 Grad Celsius nachdenken und die Dosierung sowie die Wahl des Wirkstoffs mit dem Kinderarzt besprechen.

Wann sollte man auf jeden Fall zum Arzt gehen?

Je höher die Temperatur und je kleiner das Kind, desto mehr versetzt Fieber Eltern in Sorge. „Wann immer Eltern sich unsicher fühlen, sollten Sie den Gang zum Kinderarzt nicht scheuen“, sagt Sandmann-Gilles. Hier außerdem einige Faustregeln, wann man auf jeden Fall zum Kinderarzt gehen sollte:

    • Bei Babys unter drei Monaten bei einer Temperatur von 38 Grad
    • Bei älteren Kindern bei einer Temperatur über 39 Grad
    • Wenn das Fieber länger als drei Tage anhält
    • Wenn das Kind stark beeinträchtigt oder apathisch ist
    • Wenn es zuckt oder steif wird (Fieberkrampf)
    • Wenn Durchfall, Erbrechen oder Hautausschlag dazu kommen
    • Wenn das Kind Essen und Trinken verweigert
    • Wenn es Anzeichen von Austrocknung zeigt wie eingesunkene Fontanelle bei kleinen Kindern, trockene Schleimhäute in Mund und Lippen, trockene, blasse Haut

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