Die WM 2026 rückt näher. Am 11. Juni startet in den USA, Kanada und Mexiko das erste Turnier der Geschichte mit 48 Mannschaften mit einem Finale am 19. Juli im MetLife Stadium in New Jersey. Bei einem derart aufgeblähten Teilnehmerfeld haben die Buchmacher trotzdem eine recht klare Meinung: Spanien und Frankreich gehen als Topfavoriten ins Rennen. Und Deutschland? Die Mannschaft steckt in dieser unbequemen Grauzone fest. Sie sind ein Anwärter, den keiner so richtig auf der Liste hat, aber der doch für Überraschungen bekannt ist.
Spanien und Frankreich bestimmen die Quoten
Dass Spanien fast überall ganz oben in den Prognosen steht, kommt nicht von ungefähr. Als amtierender Europameister reist eine glänzende Generation an: Pedri und Rodri ziehen im Mittelfeld die Fäden und Lamine Yamal kann trotz seiner zuletzt angeschlagenen Verfassung jedes Spiel im Alleingang entscheiden, sobald er auf dem Platz steht. Frankreich wiederum hat in Kylian Mbappé seinen Fixpunkt und rangiert in der FIFA-Weltrangliste ganz weit vorne. Beide teilen etwas, das über ein so langes Turnier hinweg den Ausschlag gibt: einen Kader, der Rotation ohne Qualitätsverlust zulässt. Dahinter lauern England, Brasilien und der Weltmeister von 2022, Argentinien – allesamt mit genug Klasse, um nach dem Pokal zu greifen.
Was für die Mannschaft spricht
Genau hier wird es spannend. Deutschland läuft mit Quoten um die 13 oder 14 zu 1 auf, also klar hinter den Favoriten, auch weil sie einen Kader haben, vor dem niemand zittern muss. Julian Nagelsmann geht seine erste WM als Bundestrainer an und setzt dabei auf eine durchaus reizvolle Mischung aus Erfahrung und Jugend. Manuel Neuer steht mit 40 Jahren nach seinem Rücktritt wieder zwischen den Pfosten, Joshua Kimmich trägt die Kapitänsbinde und Florian Wirtz bringt jene kreative Note mit, die in den vergangenen Jahren so schmerzlich gefehlt hat.
Trotzdem sollte man das Kleingedruckte nicht ausblenden. 2018 und 2022 war in der Gruppenphase Schluss – für eine Nation mit vier Sternen auf dem Trikot kaum vorstellbar. Diese Bilder hängen noch nach und Nagelsmann weiß selbst, dass nur Ergebnisse sie aus den Köpfen bekommen.
Wo sich die Chancen wirklich ablesen lassen
Am besten schätzt man die Verfassung der einzelnen Teams ein, wenn man verfolgt, wie sich die Quoten Richtung Anpfiff verschieben. Auf Portalen wie wettanbieter.de können die Anbieter verglichen werden, um die optimalen Quoten vor dem WM Wetten zu finden. Und diese Ausschläge sagen einiges, denn schon eine Verletzung zur Unzeit, ein schwaches Testspiel oder eine günstige Auslosung reicht, um die Regeln neu zu schreiben.
Wie weit reicht es also?
Realistisch betrachtet dürfte Deutschland eher um den Einzug unter die letzten Acht kämpfen, mit etwas Glück um das Halbfinale. Argumente, um dem Favoriten in einem K.-o.-Spiel das Leben schwer zu machen, gibt es genug – und gerade dort zählen Erfahrung und individuelle Klasse besonders. Der Titel? Das wäre eine faustdicke Überraschung. Bei einer
WM mit 48 Teams und mehr Spielen denn je gibt oft eine Kleinigkeit den Ausschlag und die Mannschaft hat durchaus Pulver, um für mehr als einen Schreckmoment zu sorgen.

















