KELBERG. Beim geplanten Weiterbau der Autobahn 1 in der Eifel geht es voran: Aktuell machen Planierraupen im Bereich der Anschlussstelle Kelberg das Baufeld für eine Baustraße frei. Die Baustraße gehöre zu den bauvorbereitenden Maßnahmen des Projekts, teilte die Autobahn GmbH auf Anfrage mit. Zuvor wurde die Fläche auf Kampfmittel im Boden untersucht.
Der Bau der eigentlichen Trasse des ersten Teilstücks kann nach den umfangreichen Vorarbeiten frühestens Ende 2028 beginnen, hatte ein Autobahnsprecher mitgeteilt.
Tierarten umsiedeln
Ab Herbst 2026 sollen naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt werden. Diese sind der Gesellschaft zufolge eine Voraussetzung, um mit den eigentlichen Baumaßnahmen zu beginnen.
Beispiel für vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen ist die Umsiedlung von Tierarten. Dazu werden Flächen geschaffen, in die Tiere umziehen können. Der störungsempfindliche Schwarzstorch ist dabei besonders im Blick. Maßnahmen sind auch vorgesehen für die Haselmaus, die Geburtshelferkröte, den Neuntöter und die Feldlerche. Angaben der Autobahn GmbH zufolge wurden bereits Amphibien umgesiedelt und auch Amphibienschutzzäune errichtet.
Derweil arbeite die Gesellschaft noch eine detaillierte Feinplanung für Brücken, Talbrücken und Trasse aus.
Noch kein Baurecht für Lückenschluss
Die von der Ostsee bis zur französischen Grenze nahe Saarbrücken führende A1 ist derzeit noch auf einer Länge von rund 25 Kilometern in der Eifel unterbrochen. Beim ersten Teil des Lückenschlusses, der nun angegangen wird, dreht es sich um gut zehn Kilometer zwischen Kelberg (Kreis Vulkaneifel) und Adenau (Kreis Ahrweiler) in Rheinland-Pfalz. Für zwei weitere verbleibende Teilstücke bis Blankenheim in Nordrhein-Westfalen gibt es noch kein Baurecht.
Bei einem Besuch des selbst aus der Eifel kommenden Bundesverkehrsministers Patrick Schnieder (CDU) im April sagte er, das Vorhaben sei von «nationaler Bedeutung». (Quelle: dpa)
















