Kinderbuchtag: Warum Vorlesen wichtig ist — und worauf es dabei ankommt

Vorlesen öffnet Kindern den Zugang zu Sprache und Wissen, es hilft ihnen beim Lesenlernen und erleichtert den Übergang in die Schule. Zum Internationalen Kinderbuchtag gibt die Stiftung Lesen Tipps.

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Foto: Bernd Thissen/dpa/Symbolbild

MAINZ. Bücher, Comics, kurze Artikel oder verschiedene Rollen: Beim Vorlesen kommt es nach Einschätzung der Stiftung Lesen nicht in erster Linie auf das Was und Wie an. Vorlesen sei vielmehr Selbstzweck – mit vielen positiven Folgen für die Entwicklung von Jungen und Mädchen.

Zum internationalen Kinderbuchtag an diesem Donnerstag nennt die Stiftung drei Grundsätze zur Motivation für Eltern und andere Erwachsene: «Lieber zu früh als zu spät beginnen, besser kurz als gar nicht vorlesen und vor allem gemeinsam Spaß haben», sagt die Geschäftsführerin Programm, Sabine Uehlein, der Deutschen Presse-Agentur. «Es gibt nicht den einen richtigen Weg.» Jeder lese anders vor und jedes Kind höre anders zu.

Stiftung Lesen: Familien sollten einfach loslegen

«Vorlesen schafft Nähe, stärkt die Sprachentwicklung, fördert Fantasie und Konzentration und macht Lust auf eigenes Lesen», stellt Uehlein fest. Das gemeinsame Erzählen und Entdecken von Geschichten mache Kinder neugierig darauf, selbst Abenteuer zu entdecken. Ihr Wortschatz und das Sprachverständnis wachse mit jeder Geschichte. Damit erleichtere Vorlesen den Übergang in die Schule, helfe beim Lesenlernen und öffne den Zugang zu Wissen.

Viele Eltern wüssten zwar, dass Vorlesen für die Entwicklung ihrer Kinder wichtig sei, fänden aber nicht die Zeit oder seien unsicher. Die Stiftung Lesen will sie dazu ermutigen, einfach loszulegen. «Jede Familie kann auf ihre eigene Art und Weise vorlesen und jede davon ist richtig», sagt Uehlein. «Das gilt auch für die Sprache, in der vorgelesen wird.» Ein gutes Einstiegsritual sei die Gute-Nacht-Geschichte, die es Kindern auch leichter mache einzuschlafen. Dabei reichten schon zehn Minuten aus. (Quelle: dpa)

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