Zehntausende Euro Schaden: Prozess gegen falsche „Polizisten“ in Trier

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Ein Telefonhörer wird vor ein Plakat der Polizei mit der Aufschrift «Achtung: Hier spricht NICHT die Polizei» gehalten. Foto: Martin Gerten/dpa/Illustration

TRIER. Am 7. April 2026 beginnt vor dem Amtsgericht Trier ein Strafprozess wegen u.a. gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betruges in Form von Schockanrufen als falsche Polizisten.

Die Staatsanwaltschaft Trier legt den Angeklagten (beide 22 Jahre alt) zur Last, zwischen Juli 2025 und November 2025 als Mitglieder einer Bande mehrere Straftaten aus dem Bereich des sogenannten Callcenter-Betrugs begangen zu haben. Die Bande soll durch Anrufe den Opfern vorgetäuscht haben, dass ein Diebstahl ihrer im Haus befindlichen Wertgegenstände drohe und dass deswegen zum Schutz diese von Polizeibeamten eingesammelt würden.

Der erste Angeklagte soll in insgesamt vier Fällen sich als Abholer der Wertgegenstände betätigt haben, wobei er in einem Fall vier Goldmünzen, zwei Trauringe und eine goldene Kette, in einem weiteren Fall zwei Bankkarten, mit denen später gut 14.000 Euro abgehoben und auf andere Konten überwiesen sein sollen, und im dritten Fall 30.000 Euro und sechs Sammlermünzen erhalten haben soll.

Im vierten Fall sei der Anruf überwacht und der Angeklagte bei der Geldübergabe festgenommen worden.

Im letzten Fall sei auch der zweite Angeklagte an der Abholung beteiligt gewesen und in dem Zusammenhang festgenommen worden.

Weiterhin soll der erste Angeklagte im November 2025 ohne Fahrerlaubnis gefahren sein, wobei er bei einer Polizeikontrolle auf der A60 aufgefallen sein soll.

Beide Angeklagte sollen sich zudem verabredet haben, selbständig weitere Callcenter-Betrugstaten zu begehen, wozu bereits andere Personen angeheuert worden sein sollten. Außerdem sollen die Angeklagten fremde Kontodaten von einer unbekannten Person erworben haben.

Die Angeklagten befinden sich derzeit in Untersuchungshaft. (Quelle: Amtsgericht Trier)

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