TRIER – In der Debatte um Fördergelder für die Sanierung mehrerer Trierer Bildungseinrichtungen hat die Grüne Stadtratsfraktion eine klare Position bezogen.
Sie weist in einer Mitteilung am Sonntag die Rücktrittsforderung der Freien Wähler gegen Baudezernent Dr. Thilo Becker entschieden zurück. Hintergrund des Konflikts sind die erheblichen Zeitverzögerungen bei Projekten wie der Egbert-Grundschule und dem Humboldt-Gymnasium.
Die Grünen argumentieren, dass die strukturellen Ursachen dieser Probleme bereits vor Beckers Amtsantritt im Jahr 2023 angelegt waren.
Fokus auf strukturelle Mängel statt auf personelle Konsequenzen
Die Fraktion betont in ihrer Mitteilung, dass die Verzögerungen auf bauliche Faktoren zurückzuführen sind, die teilweise seit 2019 bestehen. Anstatt die Schuld bei einem einzelnen Dezernenten zu suchen, fordern die Grünen eine Optimierung der internen Verwaltungsabläufe. Insbesondere die Abstimmung zwischen Finanz- und Fachdezernat müsse künftig verbessert werden, um Informationsverluste zu vermeiden. Becker habe bereits Maßnahmen eingeleitet, um die Bauabläufe zu beschleunigen und die Kommunikation mit dem Stadtrat zu intensivieren.
Verhandlungen über Fördermittel dauern an
Ein zentraler Punkt der Kritik war der mögliche Verlust von Fördermitteln. Die Grüne Fraktion stellt klar, dass diesbezüglich intensive Gespräche mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) geführt werden. Ziel bliebe es, die Förderquote im Rahmen der bestehenden Vorgaben bestmöglich zu sichern.
Die Fraktion unterstreicht das Vertrauen in Beckers fachliche Kompetenz und spricht sich gegen eine „politische Zuspitzung“ des Themas aus. Nun gehe es darum, die wichtigen Schulbauvorhaben gemeinsam zum Abschluss zu bringen.














