Idar-Oberstein: Mehrjährige Haftstrafe für Physiotherapeutin nach Betrugsserie

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Foto: Benjamin Westhoff / dpa / Symbolbild

IDAR-OBERSTEIN – Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat eine 61-jährige Frau wegen einer Serie von Delikten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten verurteilt.

Die Angeklagte war als Physiotherapeutin für eine 75-jährige Patientin tätig und nutzte dieses Vertrauensverhältnis für umfangreiche Straftaten. Unter anderem fälschte sie eine Patientenverfügung sowie eine Vorsorgevollmacht. Damit wollte sie sich unberechtigten Zugriff auf das Vermögen der Seniorin verschaffen.

Umfangreiche Deliktserie von Diebstahl bis Computerbetrug

Die Beweisaufnahme ergab, dass die Angeklagte Anfang 2023 Bargeld, Dokumente und Sparbücher aus dem Haushalt der Geschädigten entwendete. In der Folge nutzte sie eine ec-Karte für unbefugte Überweisungen auf das Konto ihres verstorbenen Vaters. Der Gesamtschaden durch diese Transaktionen belief sich auf über 3.000 Euro. Zudem hob sie unter Vorlage gefälschter Vollmachten mehrfach Bargeld bei Bankinstituten ab. Ein Versuch, unberechtigten Zugang zum Bankschließfach der Patientin zu erhalten, scheiterte am Eingreifen einer aufmerksamen Bankmitarbeiterin.

Geständnis führt zu Verurteilung der einschlägig Vorbestraften

Die bereits einschlägig vorbestrafte Angeklagte räumte die Vorwürfe vor Gericht vollumfänglich ein. Das Gericht wertete die Vielzahl der Taten sowie das Ausnutzen der beruflichen Vertrauensstellung als besonders schwerwiegend. Das Urteil umfasst Verurteilungen wegen Computerbetruges in fünf Fällen, zweifachen Diebstahls sowie fünffacher Urkundenfälschung, teilweise in Tateinheit mit (versuchtem) Betrug. Mit der Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten zieht die Justiz einen Schlussstrich unter die kriminellen Aktivitäten der Therapeutin.

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