TRIER. Damit Eichhörnchen die Kohlenstraße gefahrlos überqueren können, haben Mitarbeiter von StadtRaum Trier zwei „Brücken“ für die Tiere zwischen dem Fußgängerüberweg an der Uni und dem Kreisel an der Kohlenstraße installiert. Dabei handelt es sich um ein acht Zentimeter breites Tau, das zwischen zwei Bäumen mehrere Meter über der Straße gespannt ist.
Wie Valentin Benzkirch von StadtRaum berichtet, habe sich die Universität bei der Stadt gemeldet, da Studentinnen und Studenten immer wieder überfahrene Eichhörnchen auf der Kohlenstraße entdeckten. In Kooperation mit der Uni und dem Land, dem das Gelände gehört, wurden die Standorte der „Brücken“ ausgewählt und nun realisiert.
Ob die Seile von den kleinen Nagern angenommen werden, zeigt sich in ein paar Wochen, wenn die Daten der installierten Wildkameras ausgewertet werden. Benzkirch geht davon aus, dass an den neuen „Brücken“ ein ebenso reger Verkehr herrschen wird, wie an den bereits fünf bestehenden.
Doch auch das menschliche Interesse an den Eichhörnchenbrücken aus Trier ist riesig: „Wir bekommen aus ganz Deutschland Anfragen dazu und beraten natürlich gerne zu dem Thema. Meist möchten die Kollegen wissen, welches Material benötigt wird, woher man dieses bekommt und wo man eine Genehmigung für die Brücken einholen muss“, berichtet Benzkirch. Auch die Vertreterin eines luxemburgischen Naturschutzvereins schaute sich in der Kohlenstraße genau an, wie die „Brücken“ installiert werden, da sie eine in Luxemburg-Stadt realisieren möchte.
Aktuell sind in Trier weitere Eichhörnchenbrücken in der Aulstraße, Hans Böckler Allee, Spitzmühle, Im Avelertal, Sickingenstraße, Gustav-Heinemann-Straße und der Hunrückstraße geplant. (Quelle: Stadt Trier)














