Universität Trier: Berührendes Sommerkonzert des Collegium Musicum

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Chor und Orchester des Collegium Musicum unter der Leitung von Gocha Mosiashvili am 27. Juni 2026. Foto: Vesa Jusufi

TRIER. Ein Konzertabend unter außergewöhnlichen Bedingungen: Das Sommerkonzert des Collegium Musicum in der Kirche Heiligkreuz wird vielen Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben.

Trotz der Temperaturen waren zahlreiche Gäste gekommen und hielten dem Ensemble die Treue. Präsidentin Prof. Dr. Eva Martha Eckkrammer zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über den großen Zuspruch. Ein ungewöhnliches Bild prägte den Konzertsaal: Im gesamten Kirchenraum sorgten unzählige Fächer für etwas Abkühlung. Umso größer war die Anerkennung für die Musikerinnen und Musiker des Orchesters sowie die Sängerinnen und Sänger des Chores, die unter diesen anspruchsvollen Bedingungen mit großem Engagement musizierten.

Das abwechslungsreiche Programm schien in besonderer Weise den Nerv der Zeit zu treffen. Die ausgewählten Werke kreisten um Themen wie Sehnsucht, Frieden, Freiheit, Liebe sowie Hoffnung, Zuversicht und Trost – Botschaften, die angesichts der aktuellen Krisen und Konflikte eine besondere Wirkung entfalteten.

Den Konzertauftakt gestaltete das Collegium Vocale, ein achtköpfiges Vokalensemble aus den Reihen des Chores. Mit drei A-cappella-Werken aus drei Jahrhunderten überzeugten die Sängerinnen und Sänger durch eine ausgezeichnete Intonation und einen fein abgestimmten, kultivierten Chorklang.

Es folgte Ludwig van Beethovens „Egmont-Ouvertüre“ op. 84. Unter der Leitung von Gocha Mosiashvili verlieh das Universitätsorchester dem Werk eine besonders ausdrucksstarke Interpretation. Eindrucksvoll gestaltete Kontraste zwischen düsteren und strahlenden Klangfarben, kraftvollen Höhepunkten und leisen, fast flüsternden Passagen sowie eine fein nuancierte Tempogestaltung ließen die Ouvertüre in einem nahezu romantischen Licht erscheinen.

Mit Carl Maria von Webers „Concertino“ op. 26 für Klarinette und Orchester stand anschließend ein virtuoses Solowerk auf dem Programm. Nicolas Grandadam begeisterte mit einer technisch brillanten und zugleich musikalisch einfühlsamen Interpretation. Das Publikum honorierte seine Darbietung mit langanhaltendem Applaus und begeisterten Bravo-Rufen.

Ein weiterer Höhepunkt waren zwei Chansons der französischen Renaissance in einer modernen Bearbeitung des Trierer Komponisten Joachim Reidenbach für Chor und Orchester. Ein inniges Liebeslied und ein schwungvoller Tourdion mit Gesang und Schellenklang sorgten für musikalische Leichtigkeit und Lebensfreude. Der anwesende Komponist durfte sich über eine mitreißende Aufführung seiner Werke freuen.

Den Abschluss bildete Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium „Wie der Hirsch schreit“ nach Psalm 42 – ein Werk voller Sehnsucht, Trost und Hoffnung. Mit seinen innigen Chorsätzen und der bewegenden Sopranarie, eindrucksvoll interpretiert von Lara Rieken, entfaltete das Werk seine ganze emotionale Tiefe. Chor, Orchester und Solistin überzeugten unter der einfühlsamen und zugleich präzisen Leitung von Gocha Mosiashvili mit einer musikalischen Darbietung, die Ruhe, Zuversicht und Trost vermittelte.

Das Publikum dankte allen Mitwirkenden mit Applaus und so wurde das Sommerkonzert des Collegium Musicum trotz der außergewöhnlichen Hitze zu einem eindrucksvollen musikalischen Erlebnis, das nicht nur durch seine hohe künstlerische Qualität, sondern auch durch seine emotionale Aussagekraft nachhaltig beeindruckte. (Quelle: Universität Trier)

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