„Rudelsingen“, Comedy und mehr: Trier feiert Einheitsfest im Brunnenhof

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Bühne im Brunnenhof Trier. Foto: TTM Trier

TRIER – Wie war das damals, als die Mauer fiel? Wie kam es zur Partnerschaft zwischen Trier und Weimar? Mit welchen Schwierigkeiten war es verbunden, diese Städtepartnerschaft überhaupt ins Leben zu rufen? Über dieses Thema diskutieren Zeitzeugen am Freitag, 3. Oktober beim Bürgerfest zur Deutschen Einheit im Trierer Brunnenhof. 

35 Jahre Deutsche Einheit – dieses Jubiläum war für den Trierer Stadtrat Anlass, ein eigenes Fest für die Stadt Trier zu beauftragen. Es findet am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, im Brunnehof statt. Beginn ist um 14 Uhr mit Auftritten der Musikschule.

Um 16 Uhr moderiert Alexandra Meusel eine Gesprächsrunde mit Zeitzeugen, die über den speziellen Trierer Aspekt der Deutschen Einheit berichten: die Gründung einer Städtepartnerschaft mit der damals noch ostdeutschen Stadt Weimar. Auf der Bühne stehen dann der ehemalige Oberbürgermeister Helmut Schröer.

Die schon seit 1984 laufenden Bemühungen Triers, eine ostdeutsche Partnerstadt zu bekommen, erlebte er damals noch in seiner Funktion als Trierer Wirtschaftsdezernent hautnah mit, die Deutsche Einheit dann schon als Oberbürgermeister. Ebenfalls viel zu erzählen hat zu diesem Thema Hans Petzholdt, gebürtiger Dresdner. Als Leiter des Stadtplanungsamtes und als Baudezernent (1977 bis 1987) hat er nicht nur das Bild der Stadt Trier entscheidend mitgeprägt, sondern auch nach der Wende in der Trierer Partnerstadt Weimar beim Aufbau der Bauverwaltung mitgeholfen. Andreas Hoffmann aus Trier-Ehrang war bei den ersten Trierer Touren nach Weimar mit dabei, drehte damals einen Film für den offenen Kanal und pflegt seitdem eine gute Freundschaft mit Menschen aus der Partnerstadt.

Folgende weitere Programmpunkte sind geplant:

  • 14 Uhr: Eröffnung des Bürgerfests durch Kulturdezernent Markus Nöhl und als Sprecher für die Stadtratsfraktionen Tobias Schneider (FDP), anschl. Chorwerkstatt (Erwachsenenchor) der Karl-Berg-Musikschule unter Leitung von Monica Sproß und Richard Ufer
  • 15 Uhr: Celloensemble für Erwachsene der Karl-Berg-Musikschule unter Leitung von Angela Simons
  • 16 Uhr: Zeitzeugengespräche zur Deutschen Einheit
  • 16.45 Uhr: „Slamedy“ zur Deutschen Einheit vom KulturRaum Trier e.V.: Eine genreübergreifende Show. Der Brunnenhof verwandelt sich in eine Bühne für Wortkunst und Wortwitz: Zwei Comedians treten gegen zwei Poetry-Slammer an – wer gewinnt die Gunst des Publikums? Das Line-UP: Serkan Ates Stein (Träger des Trierer Constantin-Comedy-Preises 2020), Gregor Biberacher (Gewinner des 202. Trierer Poetry Slam), Don Esteban (amtierender Landesmeister im Poetry Slam), Larissa Magnus (Siegerin des 2. Trierer Fastnachts-Slams)
  • 18.30 Uhr: Offenes Singen mit Julia Reidenbach und Band im Rahmen der Aktion „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“. Liedblätter gibt es vor Ort – Mitsingen ausdrücklich erwünscht! Hinter „Deutschland singt und klingt“ steht ein gemeinnütziger Trägerverein aus musikalischen, kulturellen und kirchlichen Organisationen. Ziel ist, eine deutschlandweite Feiertradition zum Nationalfeiertag zu etablieren. Dazu sollen gemeinsam überall in Deutschland zeitgleich Lieder gesungen und damit an die friedliche Revolution erinnert werden. 2024 haben sich über 200 Städte und Gemeinden beteiligt.
  • 20.00 Uhr: Eli & Friends – „Feel good music“ aus Trier.

Die Weimar-Gesellschaft Trier e.V. ist mit einem Informationsstand vor Ort. Der Eintritt ist frei.

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