Levin McKenzie will erster Weinkönig werden – „Hier und da gab es mal Kritik“

Er ist der Erste seiner Art im Finale – und weiß um die Verantwortung. McKenzie will beweisen, dass Kompetenz keine Geschlechtergrenzen kennt.

16
Foto: Uwe Anspach/dpa/Archiv

NEUSTADT/WEINSTRAßE. Erstmals in der fast 80-jährigen Geschichte des Wettbewerbs um die Deutsche Weinkönigin steht ein Mann im Finale: Levin McKenzie. Der 26-jährige Student der Betriebswirtschaft aus Rheinhessen hat es mit Fachwissen und Engagement mit vier Frauen ins Finale am Freitag in Neustadt/Weinstraße geschafft: Emma Meinhardt (Sale-Unstrut), Anna Zenz (Mosel), Katja Simon (Hessische Bergstraße) und Lucia Winterhalter (Baden).

«Es ist natürlich ein wenig Druck, denn an mir wird die Entscheidung gemessen, auch Männer in dieses Amt aufzunehmen», sagte McKenzie der Deutschen Presse-Agentur. «Sollte ich das nicht zufriedenstellend machen, werden sicher einige kritisieren, dass es ein Fehler war, dieses Amt an Männer zu vergeben.» Gleichzeitig freue er sich, dabei sein zu dürfen. «Ich möchte, wie die Damen auch, für den deutschen Wein einstehen.»

Was er bei einem Sieg tun würde

Auf sein Jahr als regionaler Weinkönig im Anbaugebiet Rheinhessen blickt McKenzie überwiegend positiv zurück. Doch nicht alle Reaktionen seien frei von Vorurteilen gewesen. «Hier und da gab es mal Kritik nach dem Motto: Eine Frau hätte ich schöner gefunden», berichtete er. «Die wenigen Leute, die so etwas sagen, meinen meistens: Eine Frau hätte ich lieber angeschaut. Auf Zuhören und Inhalte mitnehmen sind diese Leute leider selten fixiert.»

McKenzie betonte: «Auch die Damen in diesem Amt kommen nicht wegen ihres Aussehens zu Terminen, sondern wegen ihrer Kompetenz und ihres Fachwissens.» Die große Mehrheit der Begegnungen sei aber positiv verlaufen. «Die allermeisten Termine waren super spannend mit vielen interessierten Menschen», sagte McKenzie.

Als möglicher erster Deutscher Weinkönig wolle er vor allem eines: «Ich würde gerne den Fokus auf das Thema Wein legen und zeigen, welche Qualität deutscher Wein hat.» Er möchte zudem beweisen, dass das Amt «cool» sein könne – und damit auch die jüngere Generation ansprechen. «Und vielleicht hätte ich dann in Neustadt gerne einen Weinkönig als Ampelmännchen», sagt er augenzwinkernd – «aber das muss man sich erst mal verdienen». (Quelle: dpa)

16 Kommentare

  1. @Weber

    Worum geht es??? Muss man Ihnen wirklich alles erklären? Es geht um Kompetenz statt Geschlecht.

    Levin McKenzie zeigt, dass man für das Amt der Deutschen Weinkönigin nicht nur ein Kleid, sondern vor allem Ahnung braucht.

    Dass das bei manchen – wie dem Kommentator „Weber“ – nostalgische Abwehrreaktionen auslöst („Soldat als Maikönigin – haha!“), ist verständlich. Schließlich bricht hier eine Welt zusammen, in der Männer nur regieren, nicht repräsentieren dürfen – und Frauen nur schmücken, nicht wissen.

    Begreifen Sie endlich dass Sie einem völlig überholten Weltbild anhängen, Sie bilden quasi den Prototyp des Rückwärtsgerichteten, ein Relikt aus vergangener Zeit.

    Fakt ist: der Wein wird nicht besser, weil er von einer Frau verköstigt wird. Aber unser Leben wird gerechter, wenn der Wein von wem auch immer mit Sachverstand vertreten wird.

    Weber mag seine Witze haben. Die Zukunft hat bessere.

    • Das ist ideologisches Blendwerk. Wer nur von „nostalgischer Abwehrreaktion“ und „Relikt aus vergangenen Zeiten“ spricht, offenbart eine erschreckende Entfremdung von Heimat, Kultur und Tradition – Werte, die für viele Menschen identitätsstiftend sind. Dass Sie sich davon abgestoßen fühlen, spricht nicht gegen diese Begriffe, sondern gegen Ihre Haltung.

      Die Zukunft Deutschlands wird nicht in roten Parolen geschrieben, sondern in klaren, konservativen Farben. Blau steht dabei für Ordnung, Freiheit und Selbstbestimmung – nicht für rot-grüne ideologische Gleichmacherei. 😉

      • @Leser
        „Blau steht dabei für Ordnung, Freiheit und Selbstbestimmung“ nur in der Praxis ist die AFD aber stark von rechtsextremen Strömungen geprägt, weshalb Verfassungsschutzbehörden sie teilweise überwachen.
        Rechtsextremismus: Zahlreiche Mitglieder äußern sich rassistisch, antisemitisch oder demokratiefeindlich.
        Geschichtsrevisionismus: Teile der AfD relativieren die NS-Zeit („Vogelschiss der Geschichte“ – Alexander Gauland, „Denkmal der Schande“ – Björn Höcke).
        Demokratieverständnis: Gegner werfen der AfD vor, langfristig die Demokratie von innen aushöhlen zu wollen.

        Das ist Ihre Alternative?

        • Warum nicht? Es kann mit der AfD doch eigentlich alles nur besser werden. Neue Besen kehren besonders gut! Was bringen mir die durch und durch verlogenen Altparteien? Ich muss mich nicht für eine Partei, die zur Wahl steht rechtfertigen, aber den Müll des ÖRR und der Einheitsparteien einfach nachplappern ist dann doch zu einfach. Gell.
          Der Bundesverfassungsschutz (Bund oder Land) handelt im Auftrag der jeweiligen Regierungen und damit nicht unabhängig. Das weiß inzwischen jedes Kind. Was soll das?
          Die genannten Zitate sind in Ihrem Sinn verdreht und von der Linken zur Gegenpropaganda missbraucht – das wissen eigentlich auch all, die nicht ganz verblödet sind und noch selbst denken können. Demokratiefeindlicher als die Altparteien kann die AfD kaum werden.

          • Mit der AfD wird nichts besser. Sie zeigt überall, dass sie keine Lösungen liefert, sondern nur provoziert und spaltet. In Landtagen und Stadträten scheitern ihre Anträge reihenweise, weil sie fachlich schwach sind. Wer wirklich Veränderung will, braucht Kritik an den Altparteien – aber keine Partei, die Demokratie schwächt und Probleme nur lauter anschreit statt löst.

          • @Peter
            Was schreiben Sie denn da? Spalten tun die ÖRR und Alt-Etablierten mit ihrer unaufhörlichen, teilweise verlogenen und unredlichen Hetze gegen die AfD.
            Die AfD ist nirgends an der Macht und hat entsprechend keine Möglichkeit Lösungen umzusetzen. Schon gar nicht im Bund oder Land, wo man etwas bewegen kann. Das wird sich aber bald ändern. 😉 Alle Anträge der AfD scheitern überall, weil alles von den wahren Demokraten boykottiert wird, sei es noch so sinnvoll. Kritik an den Altparteien alleine reicht nicht aus. Demokratie braucht laute Diskussionen und Entscheidungen an der Wahlurne.

          • Gerade weil die AfD nirgends an der Macht ist, sieht man, was sie wirklich will: Krawall statt Lösungen. Ihre Anträge scheitern nicht nur wegen Boykott, sondern weil sie oft schlecht ausgearbeitet oder extremistisch gefärbt sind. Demokratie lebt von Streit – ja. Aber wer nur lautstark spaltet, Fakten verdreht und Minderheitenrechte infrage stellt, gefährdet Demokratie mehr, als er sie stärkt. Deshalb: Mit der AfD wird nichts besser.

  2. @bintolerant
    Endlich wieder dabei. ich dachte schon, es wäre Ihnen etwas schlimmes passiert. Ich habe diese Ergüsse von außerordentlich kompetenten Kommentaren wirklich vermisst. Bitte weitermachen.

    • @ Wolfgang der Erste

      Ich danke Ihnen für die netten Worte. Ihr Kommentar belegt dass Sie einer wenigen Mitforisten sind, die ein feines Gespür für die ausserordentliche Qualität meiner früheren Ausführungen haben. Natürlich habe ich in den letzten Monaten immer wieder in die Kommentarspalte reingeschaut um mein Gefühl dafür zu schärfen wie der schlichte rückwärtsgewandte Bürger so „tickt““. Das Niveau ist – das muss man so deutlich sagen – einigermassen erschütternd, insofern kann ich gut nachvollziehen, dass Sie meine hochwertigen Ausführungen vermisst haben. Das spricht für Sie.

      Leider war und bin ich seit einigen Monaten sehr stark ausgelastet. Ich arbeite an einem epochalen Werk, das Potential für einen Bestseller haben dürfte.

      Geplanter Titel: “ Gut gelaunt in den Abgrund – Des einen Freud, des andern Leid.“

      Inhaltlich geht es darum, wie wir als demokratische Gesellschaft die Chancen nutzen können, die uns die aktuellen Entwicklungen bieten. Rückwärtsgewandte Materialisten, die nicht in der Lage sind, sich intensiver auf innere Werte zu besinnen, und die an überholten Denkstrukturen festhalten – und das muss so deutlich gesagt werden –, werden zu den Verlierern gehören. Flexibel denkende Menschen hingegen werden zu den Gewinnern zählen, auch in materieller Hinsicht. Mein Werk wird jeder flexibel denkenden Person Wege aufzeigen, wie man skrupellos immer zu den privilegierten Gewinnern gehören kann. Motto: Hauptsache mir geht`s gut, das ist bekanntlich das Leitmotiv im Lande.

      Eventuell stelle ich nach dem Druck Lokalo einige Belegexemplare zur Verfügung.

      Ihnen alles erdenklich Gute. Seien Sie froh in einer Stadt wie Trier leben zu dürfen, deren Verwaltung und Führung sich durch besonders innovative Konzeptionen bei der Gestaltung der Kommunalpolitik auszeichnet.

      • Lieber Bintolerant, ich muss gestehen , ich habe sie erst auf den 2. …. Nein auf den Dritten Blick durchschaut! Ich bin gespannt auf ihr Werk ….

        Und ihre excellent dargestellten Spitzfindigkeiten. Danke dafür … werter Spitzensatiriker.

  3. @bintolerant,…., an @Wolfgang der Erste…,

    Ihre hochtrabenden Worte können niemanden
    darüber hinwegtäuschen….., das Sie offensichtlich
    gehörig, was an der Waffel haben….

    • @Weber

      Da Sie mich direkt ansprechen hoffe ich dass das Lokaloteam mir eine Antwort ermöglicht.

      Ihr Posting dokumentiert in geradezu exemplarischer Weise woran unsere Gesellschaft aktuell krankt. Statt sachlicher argumentativer Auseinandersetzung und mangels inhaltlicher Argumente greifen Sie zu der hilflosen Abwehrreaktion Beleidigung („gehörig was an der Waffel haben“ – wie originell!).

      Das sagt weniger über mich aus, sondern vielmehr über das erbärmliche intellektuelle Niveau, auf dem Sie argumentieren: nämlich gar nicht. Das ist übrigens das Kernproblem unserer Zeit, denken Sie einmal darüber nach, falls Sie das mit den Ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen überhaupt können.

      Wenn das Beste ist, was Ihnen einfällt, ist, Andersdenkende als geistig minderbemittelt zu diffamieren, dann brauchen Sie wohl dringend mehr als nur eine Waffel – vielleicht gleich ein ganzes Argumentationsfrühstück.

      Bis dahin: Bleiben Sie ruhig bei Ihren Beleidigungen. Sie sind so aussagekräftig wie ein leerer Müsliriegel – laut knisternd, aber ohne Nährwert.

      An dieser Stelle möchte ich noch einen herzlichen Gruss an meinen Fan @Chris77 ausrichten, der meine Beiträge nach einer längeren Anlaufzeit einzustufen weiss.

  4. Vor 2000 Jahren hatten wir hier an der Mosel sogar einen Weingott. Hat auch funktioniert.

    Bekanntlich ist der Weinbau aktuell mit großen Schwierigkeiten konfrontiert, hohen Arbeitskosten und sinkendem Konsum. Am Kaiserstuhl versucht es jetzt jemand mit Olivenbäumen statt Wein. Da bin ich mal gespannt.

  5. @bintoletant…,

    während Sie sich Ihrem monumentalen
    und nach Ihrer Aussage epischen, literarischen
    Lebenwerk widmen…,ist es Ihnen kurz
    entgangen…,das der Mitforist @Chriss77
    Sie mit seiner Ironie auf den Arm nimmt…

    Gebauchpinselt zu werden, scheint
    Ihnen eine gewisse Befriedigung zu
    verschaffen..,nun denn…,es sei
    Ihnen von Herzen gegönnt…

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.