TRIER – Die Antike entdecken und mehr über gute Herrschaft erfahren – dies ist bei der Marc Aurel-Landesausstellung möglich und zwar auch für beeinträchtigte Menschen.
Die Trierer Rathaus Zeitung stellt in ihrer aktuellen Ausgabe vom Dienstag die Angebote in den Museen vor.
Neu im Begleitprogramm der Museen ist in diesem Jahr das „Silent Museum“. Dieses Angebot ermöglicht an zwei festen Terminen pro Museum einen reizreduzierten Rundgang durch die Landesausstellungsteile. Dazu werden Raumtöne und Effektbeleuchtung ausgeschaltet, sodass keine akustischen Reize oder starker Lichtwechsel den Museumsbesuch stören. Außerdem finden zu den vier Terminen, die jeweils samstags von 17 bis 19 Uhr geplant sind, keine Gruppenführungen statt. Die Veranstaltung „Silent Museum“ kann im Rheinischen Landesmuseum am 20. September und im Stadtmuseum Simeonstift am 30. August sowie am 25. Oktober besucht werden.
Zudem bieten beide Häuser Führungen für hörgeschädigte Menschen an. Bis zu zwölf Gäste können jeweils an den Rundgängen in Gebärdensprache am 18. Oktober im Landesmuseum und am 20. September im Stadtmuseum teilnehmen und mehr über die Biografie Marc Aurels und die Darstellungen von guter Herrschaft erfahren. Auch für blinde und sehbehinderte Menschen gibt es Führungen, bei denen die maximal zwölf Teilnehmenden die Ausstellungsteile in beiden Museen bei einer Tast-Führung entdecken können. Für die Touren am 20. September im Landesmuseum und am 18. Oktober im Stadtmuseum ist jeweils eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Neben den verschiedenen Veranstaltungen bieten das Landes- und das Stadtmuseum über die gesamte Laufzeit verschiedene barrierefreie und inklusive Angebote. In beiden Häusern ist eine Hör-Führung in Leichter Sprache erhältlich. Das Stadtmuseum hält zusätzlich noch eine Broschüre in Leichter Sprache bereit. In beiden Ausstellungsteilen ist eine Video-Führung in Gebärdensprache verfügbar. Blinde und sehbehinderte Gäste können einen Kurzführer in Braille- und Schwarz-Schrift sowie einen Audioguide ausleihen.
Im Landesmuseum ergänzt eine taktile Materialsammlung mit Marmor, Papyrus und weiteren Elementen das Ausstellungserlebnis. Die verschiedenen Angebote sind jeweils im Museumsfoyer der beiden Häuser kostenfrei zur Ausleihe erhältlich. Zudem finden sich jeweils mehrere inklusive Erlebnisstationen und Hands On-Stationen, die auf verschiedene Weise einen Zugang zu den diversen Ausstellungsthemen ermöglichen.
Die Trierer Nikolaus-Koch-Stiftung fördert die öffentlichen Führungen und barrierefreien Angebote zur Landesausstellung. Interessierte, die für den Besuch weiterer Veranstaltungen auf Unterstützung angewiesen sind, wie zum Beispiel Gebärdensprache, können sich bei den beiden beteiligten Museen melden. Diese kümmern sich anschließend um die weitere Organisation, um ihnen die Teilnahme zu ermöglichen.















