Tarifabschluss erreicht: Mehr Geld für Molkereibeschäftigte in RLP, Saarland, Hessen

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Foto: pixabay/Symbolbild

THALFANG. Plus drei Prozent mehr Geld erhalten die rund 2.000 Beschäftigten in der Milchindustrie in den Tarifgebieten Rheinland-Nassau und Saarland sowie Hessen. Darauf einigte sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit dem Arbeitgeberverband Ernährung Genuss beim zweiten Verhandlungstermin am 12. August 2025 in Thalfang.

„Nachdem die Arbeitgeberseite beim 1. Verhandlungstermin kein Angebot vorgelegt hatte, haben die Aktionen in den Betrieben Bewegung in die Tarifrunde gebracht“, betont Hakan Ulucay, Landesbezirksvorsitzender und Verhandlungsführer. „Wir konnten uns nun auf ein gutes Tarifergebnis einigen.

Das Ergebnis beinhaltet im Einzelnen:

  • Ab 1. September 2025 steigen die Löhne und Gehälter um plus 3 Prozent.
  • Die Ausbildungsvergütungen steigen um 100 Euro in allen Ausbildungsjahren.
  • Zusätzlich steigt die betriebliche Altersvorsorge dauerhaft um 75 Euro pro Jahr.
  • Mit der August-Abrechnung 2025 wird eine Erholungsbeihilfe von netto 156 Euro ausbezahlt. Teilzeitkräfte erhalten diese anteilig, mindestens jedoch 78 Euro. Auszubildende bekommen eine Erholungsbeihilfe von netto 78 Euro.
  • Zur Prüfungsvorbereitung erhalten Auszubildende zudem zwei zusätzliche bezahlte Tage Freistellung, jeweils ein Tag vor den beiden Abschlussprüfungen (AP 1 und AP 2).

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwölf Monaten und kann frühestens zum 30.6.2026 gekündigt werden. Betroffen sind insbesondere die Hochwald Foods-Werke in Thalfang, Kaiserslautern, Hünfeld und Hungen sowie Immergut in Schlüchtern. (Quelle: Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) Landesbezirk Südwest)

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