PERL. Am 30.7.2025, gegen um 16.36 Uhr, ereignete sich auf der B419
zwischen Perl und Nennig ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und
einem Motorradfahrer. Die polizeilichen Ermittlungen vor Ort ergaben, dass ein
37-jähriger Motorradfahrer die B419 von Perl in Richtung Nennig befuhr, als ein
39-jähriger Pkw-Fahrer von der Abfahrt der A8 (Anschlussstelle Perl) nach
links auf die B419 in Richtung Perl einbiegen wollte.
Der Pkw-Fahrer missachtete hierbei die Vorfahrt des von links kommenden Motorradfahrers und zog kurz vor dem Motorradfahrer in den Einmündungsbereich. Der Motorradfahrer, welcher nach Angaben unbeteiligter Zeugen mit angepasster Geschwindigkeit gefahren sei, hatte keine Chance mehr rechtzeitig zu reagieren, sodass das Motorrad frontal mit der vorderen, linken Fahrzeugecke des Pkws kollidierte. Durch den Zusammenstoß wurde der Motorradfahrer von seinem Motorrad über die Motorhaube des Pkws katapultiert und anschließend mehrere Meter durch die Luft geschleudert, bevor er mit seinem Kopf auf dem Asphalt der B419 aufschlug. Trotz getragener Schutzkleidung und einem getragenen Motorradhelm erlitt der 37-jährige Mann aus Frankreich hierbei schwerste Verletzungen.
Nach notärztlicher Behandlung vor Ort wurde der Motorradfahrer im Zustand akuter Lebensgefahr mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 16“ in ein Krankenhaus nach Trier verbracht, wo er umgehend notoperiert wurde. Obwohl sein Zustand im Rahmen der mehrstündigen Operation stabilisiert werden konnte, droht dem Motorradfahrer leider eine irreversible Querschnittslähmung.
Die Polizei Merzig war mit mehreren Kommandos vor Ort und führte erforderliche Verkehrsmaßnahmen und die Verkehrsunfallaufnahme durch. Die Sperrmaßnahmen im Bereich des Unfallortes dauerten mehrere Stunden (bis 20.30 Uhr) an. Zur beweissicheren Rekonstruktion des Unfallhergangs und Beurteilung einer Vermeidbarkeit wurde seitens der Staatsanwaltschaft Saarbrücken ein verkehrsrechtliches Gutachten durch einen Sachverständigen angeordnet. Hierzu wurden auch die beiden unfallbeteiligten Fahrzeuge sichergestellt. Gegen den 39-jährigen Pkw-Fahrer wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.
Gemäß Zeugenangaben muss derzeit davon ausgegangen werden, dass sich zum
Unfallzeitpunkt noch zwei weitere, bislang unbekannte Zeugen mit ihren
Fahrzeugen im Bereich der beschriebenen Einmündung befanden, welche ihre Fahrt
jedoch fortsetzen mussten. Die Wahrnehmungen dieser Verkehrsteilnehmer könnten von erheblicher Bedeutung für das Ermittlungsverfahren sei, sodass diese
Personen gebeten werden, sich dringend mit der Polizeiinspektion Merzig in
Verbindung zu setzen. Darüber hinaus werden auch andere Personen, welche relevante Angaben zum Unfallhergang oder dem Fahrverhalten der Unfallbeteiligten machen können, gebeten, sich mit der Polizeiinspektion Merzig (Tel.: 06861-704-0) in Verbindung zu setzen. (Quelle: Polizeiinspektion Merzig)











