WORMS/MAINZ – Im Klinikum Worms wird eine steigende Anzahl von Fällen registriert, in denen sich Patienten aggressiv gegenüber dem Personal verhalten, darunter Treten, Spucken und Beißen.
Als Reaktion darauf entwickelt das Krankenhaus ein umfassendes Sicherheitskonzept zum Schutz seiner Mitarbeitenden.
Ursachen und Entwicklung der Gewalt
Insbesondere in der Notaufnahme, einem Bereich mit hoher emotionaler Belastung, sind Mitarbeiter häufig Ziel verbaler und physischer Übergriffe. Seit 2018 werden diese Vorfälle systematisch erfasst, wobei Gründe wie Alkohol- oder Drogenkonsum, Verwirrtheit oder Schmerzen eine Rolle spielen. Dr. Ulrike Buchwald, Chefärztin der Geriatrie und Mitglied eines Arbeitskreises gegen Gewalt in der Klinik, bestätigt eine allgemeine Zunahme der Gewalt in der Gesellschaft, die sich auch im Krankenhaus bemerkbar macht. Statistisch gesehen gehen 80 Prozent der Übergriffe von männlichen Patienten aus. Die gemeldeten Fälle im Klinikum Worms stiegen von 13 im Jahr 2023 auf 30 im Jahr 2024.
Umfassende Schutz- und Nachsorgekonzepte
Das Klinikum Worms hat ein Konzept zur Unterstützung der Mitarbeitenden nach Übergriffen etabliert. Dazu gehören Erstgespräche mit der Betriebsärztin, psychologische Betreuung und Traumaberatung bei Bedarf, sowie Unterstützung bei der Erstattung von Anzeigen. Ein eigens gegründeter Arbeitskreis Gewalt und Prävention entwickelt Maßnahmen zum Schutz und zur Vorbereitung auf mögliche Gewalt, wie regelmäßige Schulungen und der Einsatz von Deeskalationsmanagerinnen.
An der Universitätsmedizin Mainz werden ähnliche Probleme und Maßnahmen beschrieben, darunter Schulungen zu Deeskalation und Kommunikation, kollegiale Erstbetreuung sowie die Installation von Notrufsystemen in Risikobereichen wie der Zentralen Notaufnahme.
Im Klinikum Worms werden zudem Schutzräume eingerichtet, und Sicherheitspersonal ist insbesondere an Wochenenden in der Notaufnahme präsent. Hausverbote werden als letztes Mittel eingesetzt, wobei die Behandlungspflicht bei lebensbedrohlichen Zuständen immer Vorrang hat. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Bundesärztekammer fordern indes härtere Strafen für Täter, um ein klares Signal gegen Gewalt im Gesundheitswesen zu senden.













Es wäre wünschenswert, wenn erwähnt
würde, von welchen Bevölkerungsgruppen,
diese Aggressionen ausgehen….
Na, die Lamas natürlich, die Lamas.