SAARLAND/BAXERN. Mariä Himmelfahrt, das Fest, das jedes Jahr am 15. August gefeiert wird, ist einer der ältesten und wichtigsten Marienfeiertage der katholischen Kirche. Es gedenkt der Aufnahme Mariens in den Himmel und markiert einen wichtigen Tag im kirchlichen Kalender. Während dieser in Bayern und dem Saarland als Feiertag begangen wird, ist er in anderen Bundesländern ein ganz normaler Werktag.
In Bayern und dem Saarland hat Mariä Himmelfahrt eine besondere Bedeutung. Es ist hier nicht nur ein religiöses, sondern auch ein gesetzlicher Feiertag. Interessanterweise gilt dies in Bayern allerdings nur in Gemeinden mit überwiegend katholischer Bevölkerung. In Gemeinden mit überwiegend evangelischer Bevölkerung bleibt es ein normaler Arbeitstag. Im Saarland hingegen ist der 15. August landesweit ein Feiertag, unabhängig von der religiösen Zusammensetzung der Bevölkerung.
Der Feiertag wird traditionell mit Gottesdiensten und Prozessionen begangen, bei denen Kräuterbüschel geweiht und an die Gläubigen verteilt werden. Diese Tradition hat ihren Ursprung in der Vorstellung, dass Maria als „Mutter Gottes“ auch die Natur segnet. Die geweihten Kräuterbüschel sollen in den Häusern Schutz und Segen bringen.
Die Einführung des Feiertags Mariä Himmelfahrt als gesetzlicher Feiertag im Saarland geht auf die katholische Prägung des Bundeslandes zurück, die historisch tief verankert ist. Das Saarland hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg bewusst dafür entschieden, diesen Tag als Feiertag beizubehalten, um den besonderen Bezug zur katholischen Kirche und ihren Traditionen zu unterstreichen.
Während die meisten Bundesländer am 15. August zur Arbeit gehen, können sich die Saarländer und viele Bayern über einen zusätzlichen freien Tag freuen. Die Bedeutung von Mariä Himmelfahrt geht jedoch weit über den freien Tag hinaus: Es ist ein Fest der Hoffnung und des Glaubens an die Auferstehung, das in den katholischen Gemeinden tief verwurzelt ist.















