Geplante Legalisierung: Zwischenrufe und verbale Attacken – Hitzige Cannabis-Debatte im Landtag

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Foto: dpa

MAINZ. Von Realitätsverweigerung bis zur Gefährdung von Kindern – in der Debatte um die geplante Teillegalisierung von Cannabis fallen im rheinland-pfälzischen Landtag markige Worte.

In einer von Zwischenrufen und verbalen Attacken geprägten Debatte hat der rheinland-pfälzische Landtag das Für und Wider einer teilweisen Legalisierung von Cannabis diskutiert. Anlass für die Debatte am Donnerstag in Mainz war ein Antrag der oppositionellen CDU-Fraktion, der die Landesregierung auffordert, bei dem Thema im Bundesrat die Initiative zur Anrufung eines Vermittlungsausschusses zu ergreifen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christoph Gensch, sagte, der Konsum werde mit der teilweisen Legalisierung größer, der Schwarzmarkt werde bleiben. Die Ampel sei ideologisch verbohrt, die geplante Gesetzgebung gefährde Kinder.

Der SPD-Abgeordnete Michael Hüttner entgegnete, es gehe um einen kontrollierten Umgang mit Cannabis, explizit stünden auch der Gesundheitsschutz und die Suchtprävention dabei im Fokus. Der Grünen-Abgeordnete Daniel Köbler warf Gensch «plumpe Parolen» und Realitätsverweigerung vor. «Es gibt keine Gesellschaft, in der keine Drogen konsumiert werden», sagte er. Es sei Aufgabe der Politik, dies zu regeln.

(dpa)

13 Kommentare

  1. Cannabis wurde im letzten Jahrhundert verboten, weil es ein Konkurrenzprodukt für die Pharma-Industrie war. Inzwischen ist es aber nicht mehr Konkurrenz für die Pharma, sondern ein Bestandteil der Pharmaindustrie geworden. In deutschen Apotheken gibt es seit 2018 Cannabis, dieses wird von der Pharmaindustrie hergestellt (Canada, USA). Da gibt es unter den Großfarmen auch Aktiengesellschaften, also Konzerne. KushKingKalle hat sich garantiert paar Aktien ins Portfolio gelegt…
    Siehe Frankreich: Werbung & Empfehlung für Brennnesseln werden in Frankreich mit 75.000 € Strafe und 2 Jahren Gefängnis bestraft. Beschissene Brennnesseln!! Die Phama-Lobby ist halt gegen natürliche Dünger und Heilpflanzen.

      • Ja und die fatalen Folgen des Bierkonsums sieht man am dicken Staatsoberhaupt der bayerischen Demokratur, immer fetter und aufgeschwemmter wird er.
        Fehlt nur noch eine bunte Fantasieuniform…

  2. Ich bin auch für die Legalisierung von Cannabis, dann gehts wenigstens mit Deutschland noch schneller bergab.
    Ich selber habe vor Jahrzehnten ein einziges Mal, eher zufällig, Cannabis geraucht.
    Ausser einer leichten künstlichen Müdigkeit habe ich nichts gemerkt, ich dachte mir damals, „unglaublich dass man für sowas sein Geld verschwenden kann“, Laufen gehen und Sport verschaffen tausend mal mehr Glücksgefühle als dieses Zeugs.

    • Sind Sie denn beim Feierabendbierchen oder beim Weinchen zum Abendessen genauso konsequent?
      Was soll da noch schneller bergab gehen als es das ohnehin schon tut? Man spricht in Deutschland von ca. 6-8 Millionen Konsumenten, die regelmäßig rauchen bzw. konsumieren. Und die werden das auch weiterhin tun, egal ob legal oder nicht. Und dies betrifft auch nicht eine bestimmte Schicht, sondern ist mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Zukünftig werden Sie sich noch wundern, wer sich da alles outen wird. Leute und Mitmenschen, von denen sie das nie erwartet hätten. Diese Leute haben nun wenigstens die Gewissheit, eine saubere und anständige Qualität zu erwerben, was man beim Kauf auf dem Schwarzmarkt nicht hat.
      Warum denken Sie, dass die Zahl der Konsumenten durch die Legalisierung ansteigen wird? Wenn dies eintreten sollte, wird im Gegenzug halt weniger gesoffen. Dass Alkohol ungleich schädlicher ist und auch für eine hohe Anzahl an Verkehrsunfällen und Gewaltdelikten verantwortlich ist, sollten auch Sie mittlerweile mitbekommen haben.

      • Ja, auch beim Feierabendbierchen bin ich so konsequent, bzw das gibts bei mir nicht, genausowenig wie Wein zum Abendessen. Ich trinke unregelmässig Alkohol, wenn ich mal Lust habe und gut drauf bin aber brauche umgekehrt keinen Alkohol um gut drauf zu sein. Im Schnitt trinke ich vielleicht zwei Gläser Wein oder zwei Flaschen Bier pro Woche.
        Regelmässig Alkohol zum Essen finde ich eklig.
        Wie ich schon sagte, mir ist das egal obs freigegeben wird. Während meiner Studienzeit gabs genug die mit dem Scheiss angefangen haben und dann damit versumpft sind aber das ist jedermanns persönliches Risiko und vermutlich ist es auch das was der Staat sich wünscht: Der Dumpfheit ergebene Untertanen die alles mitmachen was er ihnen vorkaut und anstatt aufzumucken kiffen sie halt dann. Ich persönlich finde schon den Geruch abstossend.

    • Ihrem ersten Satz stimme ich vollstens zu, obwohl noch nie gekifft und Alkohol ein- zweimal im Jahr konsumiere.
      Brot und Spiele und Cannabis für den tumben Michel, der brav Maske trug, sich impfen lässt und gegen rrrrächts auf die Straße geht.
      FALLS er denn mal aufwacht, ist’s zu spät und keiner konnte das ahnen, genauso wie damals…….

  3. @Peter,

    …ich selbst hatte vor Jahrzehnten ein
    einziges Mal schlechten Sex…

    Seit diesem unschönen Erlebnis
    lebe ich in selbstverordneter
    Keuschheit.

    Einen gewissen, allerdings wenig
    zufriedenstellenden Ausgleich
    finde ich beim Wandern an der
    frischen Luft…

  4. Zuerst einmal muss ich feststellen das bei einem weiteren Verbot von Cannabis, die Droge Alkohol auch verboten werden muss. So konsequent müsste man dann schon sein. Und zweitens finde ich es echt toll, wie offen die Leute hier ihre psychischen Probleme zum Besten geben.😁

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