Trier: Oberzentren mit ländlichen Umfeld setzen weiter auf Regiopole-Verbund

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Das Trierer Rathaus. Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. Bei einem Treffen des Lenkungsausschusses in Berlin haben sich die Oberhäupter der acht Mitgliedsstädte, darunter Trier, einstimmig dafür ausgesprochen, die Arbeit im deutschen Regiopole-Netzwerk über die zunächst vereinbarten sechs Jahre hinaus fortzuführen.

Vergangene Woche hat nun der Stadtrat sowohl der Fortsetzung der Trierer Mitgliedschaft als auch der aktualisierten Interkommunalen Vereinbarung zugestimmt, die die Grundlage der Zusammenarbeit bildet. Sie legt insbesondere die Leitlinien, Struktur, Ziele und Aufgaben des Verbunds fest. Das teilte die Stadt Trier am Dienstagnachmittag mit.

Das Netzwerk versteht sich als strategische Partnerschaft und bildet eine Plattform für Regiopolen in Deutschland. Dabei handelt es sich um Oberzentren mit einem eher ländlich und durch Grund- und Mittelzentren geprägten Umland. Sie grenzen sich damit von den Metropolregionen ab, stellen ihre spezifischen regionalen Stärken heraus und fungieren als regionale Motoren für die gesellschaftliche, kulturelle, ökonomische und technologische Entwicklungen.

Trier hatte sich 2016 mit Bielefeld, Erfurt, Paderborn, Rostock und Siegen zu dem Regiopole-Netzwerk zusammengeschlossen. Der Stadtrat hatte im Dezember 2015 dem Beitritt Triers zugestimmt. 2019 kamen dann auch die Städte Würzburg und Koblenz hinzu. Zum Selbstverständnis des Regiopole-Netzwerks haben die acht Stadtoberhäupter bei ihrem Treffen in Berlin ein gemeinsames Positionspapier verabschiedet. Auf der Agenda des Lenkungsausschusses standen zudem weitere Themen, wie die Netzwerkerweiterung sowie Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Der Ausschuss befürwortete dabei den beantragten Beitritt der Stadt Aachen zu dem Netzwerk. Der Trierer OB Wolfram Leibe begrüßt diese Initiative denn „die Mitgliedschaft Aachens ist ein wichtiger Schritt und wird dazu beitragen, dem Regiopole-Netzwerk weiteres politisches Gewicht zu verleihen“.

Außerdem konnten die Mitglieder des Netzwerks in einer Diskussion mit Elisabeth Kaiser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesbauministerium, Professor Dr. Jürgen Aring, Vorsitzender des Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung, sowie mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Repräsentanten von Forschungseinrichtungen sowie des Deutschen Städtetags ihre Aufgaben und Ziele präsentieren sowie künftige Herausforderungen benennen.

Einigkeit bestand darin, „dass neue Allianzen und Kooperationen zwischen Regiopolen und den sie umgebenden Regionen auf politischer Ebene etabliert werden müssen, um die Ziele des Netzwerks umzusetzen. Dafür bedarf es der raumplanerischen Anerkennung des Bundes und der Länder sowie darauf aufbauend einer entsprechenden Förderkulisse.“ Elisabeth Kaiser, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, betonte: „Städte und Regionen stehen vor dynamischen Herausforderungen wie der Klimaanpassung, dem demografischen Wandel und der Energiewende. Hier kommen die Regiopolen ins Spiel – sie sind die treibende Kraft für Wachstum und Innovation und spielen eine entscheidende Rolle in der Daseinsvorsorge.“

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