Trier: Pop-up-Café für Jugendliche verabschiedet sich mit Halloween-Party – positive Bilanz

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Foto: Kulturgraben e. V.

TRIER. Mit einer Halloween-Party am 31. Oktober verabschiedet sich das Café für Jugendliche, das in der Sommersaison rund um einen alten Baustellenwagen neben dem historischen Bunker am Augustinerhof als zusätzlicher Treffpunkt für Jugendliche angeboten wurde. Damit setzte das Jugendamt in Kooperation mit dem Kulturgraben e.V. eine Anregung der Jugendkonferenz um.

Der Sommer ist offiziell vorüber, es dämmert früher und wird zunehmend herbstlicher. Doch direkt am Rathaus strahlt weiterhin das Licht des „JugendKafés am Bunker“, das seit dem Sommer auf dem Augustinerhof seinen Platz hat. Der Buchstabe K in dem Namen ist auch als Verweis auf den Trierer Kulturgraben gedacht, der das Projekt als Partner unterstützt. Man kann es auch als Pop-up Jugendcafé bezeichnen, weil es für eine bestimmte Zeit, nämlich in diesem Sommer, betrieben wird.

Die Idee für ein Jugendcafé geht zurück auf ein jährlichen Beteiligungsformat des Jugendamts: die Trierer Jugendkonferenz. Dabei tauschen sich Trierer Schülerinnen und Schüler über die Interessen, Probleme und Wünsche von jungen Menschen sowohl untereinander als auch mit Entscheidungsträgern aus der Kommunalpolitik und der Stadtverwaltung aus. Dabei hatten die Jugendlichen immer wieder den Wunsch nach einem Jugendcafé geäußert.

Ein erster Schritt zur Umsetzung dieses Anliegens konnte in den vergangenen Monaten gemacht werden: Neben einem von Jugendlichen gestalteten früheren Bauwagen werden verschiedene Sitzmöglichkeiten sowie Getränke und Spiele angeboten. Eine Pflicht, bei einem Besuch etwas zu kaufen, gibt es nicht, denn Aufenthaltsmöglichkeiten ohne Konsumzwang sind, wie sich nach Aussage der für das Projekt verantwortlichen Stadtjugendpflegerin Michelle Masella bei der Jugendkonferenz herausstellte, sehr wichtig für Jugendliche. Der Cafébetrieb wird mit der pädagogischen Unterstützung des Kulturgraben e.V. von ehrenamtlichen Jugendlichen geführt und mitgestaltet. Aber auch über den Cafébetrieb hinaus war einiges los auf dem Augustinerhof: Im Sommer wurde unter anderem eine „School’s Out Party“ veranstaltet, bei der die Schülerband „Jal Minds“, die Sängerin „Em Sury“ und DJ Kaiju ihre Songs zum Besten gegeben haben.

Der Bolzplatz direkt neben dem Jugendcafé am Hochbunker wurde aktiviert, indem wöchentlich kostenlose Fußballtrainings im „Soccer Café“ angeboten wurden, die auch in den Herbst hinein viele Jugendliche nutzten. Ebenso gut besucht wurde der sommerliche Graffiti-Jam. Dadurch entstanden einige bunte Graffiti-Kunstwerke, wodurch das Ambiente am „JugendKafé“ noch mehr an Strahlkraft gewonnen hat. Auch die „Herbst-Edition“ des Jugendcafés mit Lichterketten und neuen Angeboten ist nach Einschätzung von Masella gelungen. Anfang Oktober wurde ein Abend musikalisch begleitet von den jungen Ukrainerinnen Liza Kondratenko und Anna Stetska. Außerdem konnten Jugendliche sich am Outdoor Gaming versuchen. Zum Abschluss gibt es eine Halloween-Party am Dienstag, 31. Oktober, ab 16 Uhr.

Stadtjugendpflegerin Michelle Masella zieht insgesamt eine positive Bilanz für das neue Projekt: „Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, wie engagiert die jungen Ehrenamtlichen vom Kulturgraben das Jugendcafé mit Leben erfüllt haben. Besonders spannend ist nun die Frage: Welche Erkenntnisse können wir durch das neue Projekt ,Pop-up Jugendcafé‘ über die aktuelle Jugend in Trier gewinnen? Ich empfinde das ‚JugendKafé‘ außerdem als eine Aufwertung des Augustinerhofs, die sich sehen lassen kann und einen Modellcharakter hat.“

Ob das Pop-up-Café nach dem Auslaufen des Bundesprogramms Ende 2023 fortgeführt wird, ist noch offen. Finanziell ermöglicht hat das Projekt in diesem Jahr das Bundesfamilienministerium mit dem Förderprogramm „Zukunftspaket für Bewegung, Kultur und Gesundheit“. Eine wichtige Rolle bei dieser Bezuschussung spielt die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an der Ausgestaltung und Umsetzung der Angebote, weswegen das Jugendamt sich dazu mit Trierer Jugendlichen in einem eigenen Zukunftsausschuss ausgetauscht hatte. Umgesetzt werden die Angebote 2023 von den beteiligten Akteuren der Trierer Jugendarbeit in Kooperation mit der Stadtjugendpflege. Neben dem Pop-Up-Jugendcafé waren verschiedene Angebote, etwa im Ballsport, Skaten oder in der Kunst, vorgesehen. (Quelle: Stadt Trier)

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