Dreyer zu Biotechnologie-Strategie: Erfolg von BioNTech für Rheinland-Pfalz nutzen

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Malu Dreyer im Interview mit der Deutschen-Presse-Agentur in Mainz. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

MAINZ. „Die Landesregierung beschreitet mit ihrer Biotechnologie-Strategie den richtigen Weg. Welche Potentiale wir in Rheinland-Pfalz haben, zeigt die Studie der Roland Berger GmbH akribisch auf. Sie bestätigt unsere Entscheidung, Rheinland-Pfalz zu einem führenden Biotechnologiestandort auszubauen“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei der Präsentation der Ergebnisse der Landesstudie, die eine umfangreiche Ist-Analyse des Standortes umfasst.

Aufbauend auf den überregionalen und weltweiten Trends leitet sie daraus Empfehlungen für die Weiterentwicklung ab. „Biotechnologie schafft Zukunft, denn einerseits ergeben sich ganz neue Möglichkeiten bei der Bekämpfung schwerer Krankheiten wie Krebs oder Diabetes und gleichzeitig ist Biotechnologie weltweit ein Wachstumsfeld und bietet damit für unser Bundesland eine große Chance, sich wirtschaftlich in einem weiteren Bereich zukunftsfähig aufzustellen“, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Lange bevor 2021 mit der Entwicklung des mRNA-Corona-Impfstoffes das Potential der Biotechnologie offensichtlich wurde, habe die Landesregierung massiv in diesen Forschungsbereich investiert. „Rheinland-Pfalz zu einem weltweit sichtbaren Biotechnologie-Standort zu machen, ist unser Regierungsschwerpunkt, dazu haben wir alle zentralen Akteure des Landes zusammengebracht, Potentiale gebündelt und Strategien entwickelt, um den Erfolg von BioNTech für die Biotechnologie insgesamt und für Rheinland-Pfalz zu nutzen“, sagte die Ministerpräsidentin. So habe das Land gezielt in die Forschungsinfrastruktur investiert und mit dem Biotechnologiebeirat, dem Landeskoordinator für Biotechnologie und der Biotechnologie-Akademie neue Strukturen geschaffen und die Vernetzung und Internationalisierung vorangetrieben.

„Die Liste ist lang und bis 2026 werden wir ein Volumen von bis zu 800 Millionen Euro für die Biotechnologie und die Lebenswissenschaften in Rheinland-Pfalz zur Verfügung stellen“, betonte die Ministerpräsidentin. „Mit Spitzenforschung und qualitativ hochwertigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Bio- und Informationstechnologie hat Rheinland-Pfalz eine sehr gute Ausgangsbasis zur Schaffung weiterer Ausgründungen von Biotechunternehmen“, sagte Thilo Kaltenbach, Studienleiter und Partner bei Roland Berger. „Denn speziell die Bereiche, in denen das Bundesland besonders stark ist, wie Immuntherapie, Alternsforschung, mRNA, jeweils in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz, werden international mit hohen Wachstumsraten im Umsatz zulegen“, so der Studienleiter.

„Die Studie der Roland Berger GmbH zeigt, dass wir in Rheinland-Pfalz in Forschung und Lehre stark aufgestellt sind. Den eingeschlagenen Weg der gezielten Anschubfinanzierungen werden wir daher konsequent weiter beschreiten und dynamisch weiterentwickeln“, sagte Wissenschaftsminister Clemens Hoch. Er führte weiter aus, dass man die Kooperations- und Translationskapazitäten im Land ausbauen werde. Besondere Zukunftspotenziale lägen an der Schnittstelle der Künstlichen Intelligenz mit der Biotechnologie und der gesundheitsbezogenen Forschung.

Der Landeskoordinator für Biotechnologie, Prof. Eckhard Thines, ergänzte: „Der Biotechnologiestandort Rheinland-Pfalz zieht besondere Stärke aus seiner Breite. Insbesondere durch Kooperationen und Interdisziplinarität entstehen hieraus Innovationspotenziale, die Antworten auf die großen gesellschaftlichen Fragestellungen bieten.“

Weitere Informationen unter https://biotech.rlp.de/; Link zur Studio https://biotech.rlp.de/fileadmin/biotech/Downloads/20230718_Roland_Berger_Biotechnologie_Studie_RLP.pdf. (Quelle: Staatskanzlei Rheinland-Pfalz)

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