RLP: Walbrand-Großeinsatz dauert an – noch immer Glutnester – Explosionsgefahr durch Munition

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Rauch steigt über einem Waldgebiet in Rodalben auf.Polizeipräsidium Kaiserslautern/dpa

PIRMASENS/RODALBEN. Die Feuerwehr kämpft weiter gegen einen Waldbrand zwischen Pirmasens und Rodalben in der Südwestpfalz. Eine Ausbreitung des Brandes sei über Nacht verhindert worden, es gebe aber noch etliche Glutnester, sagte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rodalben, Wolfgang Denzer (SPD), am Mittwoch.

«Es ist noch zu früh, um zu sagen: Es ist geschafft.» Es gebe neben Glutnestern noch Bodenbrände, größere Flammen loderten aber nicht mehr.

Den Angaben zufolge bewachen Feuerwehrleute die Ränder der ungefähr 12 bis 14 Hektar großen Brandfläche, bekämpfen die Flammen bei Bedarf und halten den Waldboden feucht, um eine neuerliche Ausbreitung zu verhindern. Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen nicht.

Der Brand war am Dienstag aus bislang ungeklärten Gründen ausgebrochen und hatte sich sehr schnell ausgebreitet. Erschwert wurden die Löscharbeiten von starkem Wind und wegen möglicher Munition und Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden. Über Nacht trugen niedrige Temperaturen dazu bei, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitete, wie Denzer sagte.

Die Löscharbeiten konzentrierten sich nach vorherigen Angaben der Einsatzleitung darauf, Infrastruktur vor den Flammen zu schützen. Auch ein Löschhelikopter war im Einsatz. Wegen der bedrohlich nahen Flammen mussten rund 300 Bewohner der nahen Verbandsgemeinde Rodalben ihre Häuser verlassen, wie Bürgermeister Denzer sagte. Mehrere Straßenzüge wurden evakuiert. In einer Halle wurde eine Notunterkunft für Betroffene eingerichtet. Mehr als 200 Einsatzkräfte aus verschiedenen Gemeinden waren nach Angaben der Behörden vor Ort.

Rodalben ist eine Kleinstadt mit rund 7500 Einwohnern. In der Nähe des Brandorts befinden sich auf einem früheren Kasernengelände in Pirmasens zwei Militäreinrichtungen von US-Streitkräften und Bundeswehr. (Quelle: dpa)

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