Trier: Neue Stadtjugendpflegerin Masella will Beteiligung der Jugend stärken

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Michelle Masella an ihrem Schreibtisch in dem Büro in der Bollwerkstraße. Hinter ihr hängt an der Wand unter anderem ein Plakat, das die drei Trierer Schwerpunkte der Jugendbeteiligung zusammenfasst. Dieser Bereich ist ein wichtiger Schwerpunkt für die Jugendpflegerin. Foto: Presseamt Trier

TRIER. Die Freizeitangebote für Trierer Kinder und Jugendliche zeichnen sich dank der großen Zahl freier Träger, die im Auftrag der Stadt zum Beispiel Jugendtreffs betreiben oder Ferienprogramme gestalten, durch eine große Vielfalt aus. Zentrale Ansprechpartnerin zur Betreuung, Koordinierung und Vernetzung der Projekte ist seit Oktober 2022 als Stadtjugendpflegerin die 26jährige Michelle Masella. Ihre Zwischenbilanz nach vier Monaten fällt positiv aus.

In Trier gibt es nach der Einschätzung der aus dem Saarland stammenden Erziehungswissenschaftlerin, die im Studium schon einige praktische Erfahrungen in der Jugendarbeit sammelte, ein „tolles, sehr vielseitiges Angebot mit vielen engagierten Fachkräften. Wir sind sehr gut aufgestellt“, betont Masella. Um die finanziellen Ressourcen möglichst effizient zu nutzen und Angebote, darunter auch in der aufsuchenden Jugendarbeit vor Ort durch Streetworker, gut abzustimmen, gibt es einen regelmäßigen Austausch unter der Leitung der Jugendpflegerin: „Davon haben alle etwas und es ist gut, wenn nicht jeder sein eigenes Süppchen kocht.“ Daher suchte sie nach ihrem Start im letzten Herbst direkt das Gespräch mit den zahlreichen freien Trägern.

Masella ist es insgesamt wichtig, die Strukturen, gerade auch in den einzelnen Stadtteilen, kontinuierlich weiterzuentwickeln, auf die spezifischen Bedürfnisse vor Ort einzugehen und die Potenziale zu erkennen. Dabei spielen auch direkte Impulse durch die Jugendlichen eine Rolle. Masella erwähnt als Beispiel den Vorschlag eines Jugendlichen, in einem Jugendtreff einen Yoga-Kurs anzubieten. „Darauf wäre ich erstmal nicht gekommen“, betont die Jugendpflegerin mit einem Schmunzeln.

Dieser partizipative Ansatz führt auch dazu, dass es unter Federführung der Stadtjugendpflegerin und weiterer Kolleginnen und Kollegen unter dem Motto „Politik geht auch vor Ort“ gleich drei Jugendbeteiligungsformate mit einem unterschiedlichen Ansatz gibt. Schon seit gut elf Jahren besteht das Jugendparlament als städtisches Gremium mit Beteiligungsrecht im Stadtrat. Dort sind Jugendliche zwischen zehn und 17 für jeweils zwei Jahre gewählt. Viele sind auch länger dabei und können so in der Praxis erleben, wie man kontinuierlich jugendrelevante Themen bearbeitet und auf politische Entscheidungen einwirken kann.

Einen eher punktuellen Beteiligungsansatz verfolgt dagegen die vom Jugendamt organisierte Jugendkonferenz, die einmal im Jahr stattfindet. Hier tauschen sich Abgesandte aus den neunten Klassen der weiterführenden Schulen und den Jugendzentren über Interessen, Probleme und Wünsche von Jugendlichen in Trier aus. Zudem treten sie in einen Dialog mit städtischen Politikern und Experten der Stadtverwaltung ein.

Michelle Masella freut sich, dass es dank der Aufnahme von Trier in das Förderprogramm „Demokratie leben“ außerdem einen Zusammenschluss junger Menschen als Teil der „Partnerschaft für Demokratie Trier“ gibt. Bei diesem Jugendforum umfasst die Zielgruppe auch junge Erwachsene bis zum Alter von 27 Jahren. Diese Gruppe verfügt dank der Förderung über einen Projektfonds und kann selbst Aktionen auf den Weg bringen.

Weitere Infos: www.demokratie-trier.de/jugend/jugendforum. Stadtjugendpflegerin Michelle Masella hat ihr Büro in der Bollwerkstraße 6 im Stadtzentrum und ist telefonisch erreichbar (0651/ 718-1541) oder per E-Mail: michelle.masella@trier.de. (Quelle: Stadt Trier)

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