“Haben ihm viel zu verdanken”: Dreyer würdigt Gorbatschow als großen Staatsmann

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Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer in Mainz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild

MAINZ. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat den verstorbenen russischen Friedensnobelpreisträger und ehemaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow als großen Friedenspolitiker und Staatsmann gewürdigt.

«Sein Mut und sein unerschütterlicher Glaube daran, dass eine freiere Gesellschaft die Kraft für Reformen hat, um Missstände zu überwinden, hat unsere Welt verändert», erklärte sie am Mittwoch. Er habe den Weg zu mehr Freiheit für Millionen Menschen in Osteuropa und zur Wiedervereinigung Deutschlands frei gemacht. «Wir haben Michail Gorbatschow viel zu verdanken.»

Gorbatschows Politik habe zur Überwindung des Eisernen Vorhangs und des Kalten Krieges geführt, sagte Dreyer weiter. Der russische Präsident Wladimir Putin habe «das große Erbe von Michail Gorbatschow zerstört».

Das Bistum Speyer erinnerte an den gemeinsamen Besuch von Gorbatschow und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) am 10. November 1990 im Dom der Stadt. «Vor dem Dom war die Hölle los», erzählte der heutige Teamleiter der Domsakristei, Markus Belz, in einer Pressemitteilung. Das rote Flatterband, das als Absperrung dienen sollte, sei gleich herunter getreten worden.

«Ich war dabei, als den Staatsgästen in der Sakristei Teile des Domschatzes gezeigt wurde. Er (Gorbatschow) und seine Frau haben mir sogar die Hand gegeben. Die beiden hatten schon eine besondere Ausstrahlung.»

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