Auch für Beschäftigte in Rheinland-Pfalz: IG Metall Mitte will acht Prozent mehr Geld

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Foto: dpa

MAINZ/FRANKFURT. Bei den anstehenden Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie hat sich der IG-Metall-Bezirk Mitte für eine Forderung nach acht Prozent mehr Geld ausgesprochen.

Die regionalen Tarifkommissionen für Rheinland-Pfalz, Hessen, Saarland und Thüringen gingen damit am Donnerstag an den oberen Rand der Empfehlung des Gewerkschaftsvorstands, der am 11. Juli die Voten den regionalen Gremien zusammenführen will. In einer Resolution verlangten die Kommissionen zudem Zukunftsperspektiven für den von der Schließung bedrohten Ford-Standort Saarlouis mit rund 6600 Arbeitsplätzen.

Bezirkschef Jörg Köhlinger stellte sich erneut gegen politische Einflussnahme auf die Tarifverhandlungen. Die IG Metall und die Arbeitgeberverbände seien allein für den Aushandlungsprozess verantwortlich. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte vorgeschlagen, dass die Gewerkschaften bei steuerfreien Einmalzahlungen ihre Lohnforderungen reduzieren könnten. Köhlinger erklärte: «Die Einmischung Dritter lehnen wir strikt ab. Wir haben sehr wohl die aktuell angespannte Lage im Blick. Schließlich spüren die Beschäftigten jeden Tag beim Einkaufen die hohe Inflation.»

Von den Tarifverträgen der Metall- und Elektroindustrie profitieren rund 400 000 Beschäftigte in den vier Bundesländern. Die Arbeitgeber hatten bereits die Vorstandsempfehlung von sieben bis acht Prozent zurückgewiesen. Die Gewerkschaft rede verantwortungslos die Lage der Branche schön, hatte Gesamtmetall-Präsident Stefan Wolf erklärt. Die Entgelttarifverträge für die Kernbranchen der deutschen Industrie, zu denen unter anderem der Fahrzeugbau und der Maschinenbau zählen, laufen bundesweit zum 30. September aus. Warnstreiks sind nach dem 28. Oktober möglich.

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