Vorschlag vom Tisch: Vorerst keine Seilbahn im flutgeschädigten Ahrtal

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Der Fluss Ahr fließt durch das Ahrtal an dem zerstörten Ort Marienthal und den Weinbergen vorbei. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

BAD NEUENAHR-AHRWEILER. Die Idee einer Seilbahn im öffentlichen Nahverkehr im flutgeschädigten Ahrtal ist vorerst vom Tisch. Eine touristische Beförderung dieser Art jedoch schließt der Kreis Ahrweiler langfristig nicht aus. Das teilte die Kreisverwaltung in Bad Neuenahr-Ahrweiler am Mittwoch mit.

Hintergrund ist die vor allem an der Mittelahr immense Zerstörung der Bahnstrecke bei der Flutkatastrophe im Juli 2021 mit 134 Todesopfern. Experten prüften daher eine mögliche Seilbahn von Dernau zum Bahnhof Ahrweiler im Rahmen des Nahverkehrs. Bei maximal 30 Kilometern pro Stunde betrüge die Fahrtzeit etwa 14 Minuten, hieß es.

«Da Seilbahnen konstruktionsbedingt keine Kurven fahren können, wäre angesichts der engen Tallage der Mittelahr mit ihren Flusswindungen der Bau von richtungsändernden Stationen erforderlich», erklärte die Kreisverwaltung. Das würde das Projekt verteuern. «Problematisch ist zudem ein Überfahren von Wohnsiedlungen.» Auch würde es in dem großen Gebiet mehrere Jahre dauern, Planungsrecht zu schaffen.

Der Kreis- und Umweltausschuss des Kreises Ahrweiler entschied sich daher einstimmig gegen eine Seilbahn im öffentlichen Nahverkehr – sie wäre keine gleichwertige Alternative zum Wiederaufbau der Ahrtalbahn in den nächsten Jahren. Mit einer Seilbahn für Touristen beschäftigte sich der Ausschuss dagegen noch nicht. Dies wäre zunächst in den Dörfern und Städten zu diskutieren, hieß es.

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