U-Ausschuss zur Flutkatastrophe – „Flut-Landrat“ Pföhler muss persönlich erscheinen

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Landrat Jürgen Pföhler (CDU). Foto: Thomas Frey/dpa

KOBLENZ. Der frühere Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler (CDU), muss ungeachtet der gegen ihn laufenden staatsanwaltlichen Ermittlungen vor dem Untersuchungsausschuss des Mainzer Landtags zur Flutkatastrophe vom vergangenen Juli erscheinen. Das kündigte der Ausschussvorsitzende Martin Haller (SPD) am Freitag in Mainz vor Beginn des öffentlichen Teils der Sitzung teil.

Das gelte auch für Pföhlers Ehefrau, die ebenfalls darum gebeten habe, nicht am 8. Juli vor dem Ausschuss auftreten zu müssen. «Der Ausschuss hat beide Gesuche auf Abladung abgelehnt», sagte Haller. Es sei klar, dass beide ihre Aussagen verweigern könnten.

Im Kreis Ahrweiler waren bei der verheerenden Sturzflut Mitte Juli 134 Menschen ums Leben gekommen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Pföhler und den ehrenamtlichen Brand- und Katastrophenschutzinspekteur des Kreises. Ein weiterer Mensch starb im Kreis Bitburg-Prüm. Der Untersuchungsausschuss will aufklären, wie es zu der Katastrophe nach dem starken Regen kam.

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