TRIER. Am 27.4. hat das Bundeskabinett wegen steigender Energiepreise ein umfassendes Entlastungspaket beschlossen, das u.a. eine befristete Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe beinhaltet. Eine weitere Maßnahme, die kommen soll, ist das 9-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr, das deutschlandweit gültig sein soll – vorausgesetzt Bundestag und Bundesrat stimmen zu. Dann könnte man deutschlandweit mit dem Nahverkehr (Busse, Nahverkehrszüge sowie S-, U- und Straßenbahnen) zu neun Euro im Monat reisen. Fernzüge (IC, ICE, EC) sind davon ausgenommen. Eine Fahrt von Trier nach Rügen etwa würde allerdings laut Homepage der Bahn fast 17 Stunden dauern – und man müsste sechsmal umsteigen.
Laut VRT wird das 9-Euro-Ticket vom 1.6. bis 31.8. nutzbar sein. Da es sich um eine Monatskarte handelt, muss sie einzeln gekauft werden. Wer alle drei Monate mit dem 9-Euro-Ticket unterwegs sein will, braucht also drei Tickets zu je neun Euro. In den Verkauf gehen soll es Ende Mai. Es wird personenbezogen und nicht übertragbar sein.
Da es automatisch Ende August ausläuft, wird keine Kündigung erforderlich. Das 9-Euro-Ticket ist ein zeitlich befristetes Angebot auf Initiative der Bundesregierung, d.h. eine dauerhaft Preissenkung ist nicht geplant. Auch wird es keinen Sonderpreis für Kinder geben: Für Kinder ab sechs Kostet das 9-Euro-Ticket eben neun Euro. Kinder bis sechs fahren sowieso kostenlos in Begleitung eines Erwachsenen mit gültigem Ticket.
Was den Vertrieb angeht, wird das 9-Euro-Ticket voraussichtlich per VRT-App, bei den Verkehrsunternehmen, die zum VRT gehören, beim Busfahrpersonal sowie an den Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn und anderen Verkehrsverbünden verkauft.
Im Bereich des VRT soll der vergünstigte Preis auch für Bestandskundinnen und -kunden gelten, also auch für JobTicket-Inhaber, Studierende mit Semesterticket und Schüler mit SchülerMobilTicket Jahr sowie übrige Abo-Kunden (MobilTicket Jahr), deren Abokarten automatisch deutschlandweit als 9-Euro-Monatskarten gelten werden. Voraussichtlich werden für die jeweiligen Monate lediglich 9 Euro abgebucht. Bei im Voraus bezahlten Tickets soll es eine Erstattung geben.
Pendler und Grenzgänger sollten bedenken, dass in Bussen der luxemburgischen RGTR-Linien (118, 132, 134, etc.), die in Deutschland fahren, der luxemburgische RegioZone-Tarif gilt. Sie können nicht mit dem 9-Euro-Ticket genutzt werden. In Bussen der grenzüberschreitenden VRT-Buslinien ( 410, 455, 460) hingegen gilt das 9-Euro-Ticket, ebenso im Zug nach Luxemburg.














