Ehrang: Zu laut gespielt – Radfahrer beleidigt und verängstigt vier Kinder

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Foto: Fabian Strauch/dpa

TRIER-EHRANG. Wie die Polizei mitteilt, kam es am Dienstag, 1.3., am frühen Nachmittag in der Florastraße in Trier-Ehrang zu einer verbalen Entgleisung eines erwachsenen Radfahrers gegenüber vier spielenden Kindern.

Der Tatverdächtige störte sich scheinbar an der Lautstärke der Kinder, woraufhin er sie zunächst zur Ruhe ermahnte und sich letztlich beleidigend ihnen gegenüber äußerte. Die Kinder zeigten sich erschrocken vom Verhalten des Erwachsenen, setzten jedoch geistesgegenwärtig einen Notruf ab, sodass die Polizei über den Vorfall informiert werden konnte.

Die Polizei Schweich ermittelt nun wegen einer Beleidigung gegen den männlichen Radfahrer und ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen. Der Tatverdächtige wird beschrieben als circa 60 Jahre alt, grauer Bart und graue Haare, mit Brille und dunkler Jeans. Darüber hinaus war die Person mit einer besonders auffälligen neongelben, reflektierenden Warnweste bekleidet. Er soll mit einem Fahrrad in Ehrang unterwegs gewesen sein.

Sachdienliche Zeugenhinweise erbittet die Polizei Schweich unter 06502/9157-0.

12 Kommentare

    • @Michael Tja, so ist das heutzutage. Die Kinder bekommen von ihren übervorsichtigen, klimaschützenden, weltrettenden, antiautoritären Eltern eingebläut, alles und jedes zu bespitzeln und anzuzeigen. Irgendwann stehen die dann selbst vor dem Kadi, weil die eigenen Ableger sie angezeigt haben.

  1. Die Welt ist nur noch bekloppt!!! Haben wir nichts besseres zu tun?

    Ich hätte von meinem Großvater noch eine Tracht Prügel dazu bezogen in den 80ern …wahrscheinlich zu Recht. Es werden nur noch Luschen heran gezogen, die ihr Leben lang nicht lebens und verteidigungsfähig sein werden. übervorsichtig, gepampert, nicht anecken. Weiter so. So kommen wir weiter.

  2. Liebe vor Kommentatoren, nur mal so zum nachdenken, da fährt ein ca. 60 jähriger mit dem Fahrrad an spielenden Kindern vorbei, stört sich das diese zu laut sind, beleidigt diese und die Kinder sind jetzt die Sündenböcke. Ich finde es traurig, wenn die Kuh vergessen hat, das sie auch mal ein Kalb war.

    • Herr Oberschlau Chris78, es geht hier nicht darum, dass ein 60jähriger Radfahrer vergessen hat, dass er auch einmal „ein Kalb“ war sondern darum, dass heutzutage Kinder auf die Idee kommen die Polizei zu rufen, wenn jemand mit ihnen schimpft. Das haben diese Kinder nicht von sich aus gelernt, sondern das haben ihre „Kühe“ ihnen so eingetrichtert. So einfach ist die Erklärung.

      • Jawohl Herr Neunmalklug, weis zwar nicht wer sie geschubst hat das sie sich melden? Trotz alledem, was kratzt es den alten S.ck im vorbeifahren wenn Kinder draußen spielen und toben, ja draußen nicht im Restaurant, Geschäft oder sonst eine Räumlichkeit. Das zeigt nur das manche „älteren“ einfach nur noch einen an der Waffel haben, Hauptsache die Zähne haben Luft, Vorbeifahren, fresse halten – Rate ich ihnen auch mal anzuwenden!

  3. Wer weiß – außer den Beteiligten- wie die Situation wirklich war und ob alles, was ausgesagt wurde, auch so seine Richtigkeit hat. Kinder sollten die Möglichkeit haben, unbeschwert zu spielen, ohne Frage. Wenn ich mich jedoch alleine in meiner Nachbarschaft umschaue oder auch im Alltag, im Supermarkt, im Bus etc.so ist der Lautstärkepegel schon manches Mal sehr enorm und es wird nicht nur spielerisch gejauchzt und gejubelt,sondern gekreischt und geschrien wie am Spieß. Nebendran stehen Mami oder Papi, unterhalten sich mit anderen, während der Nachwuchs „die Bude auseinander nimmt“. Wie gesagt, Kinder sollen und müssen spielen dürfen. Ich war – wie wir alle- auch mal Kind und habe auch eines. Aber mir wurde auch beigebracht(und ich habe es weitergegeben), eine gewisse Lautstärke nicht zu überschreiten. Das hat auch was mit Respekt zu tun. Wie gesagt, man weiß nicht, wie der Vorfall sich zugetragen hat und ob nicht ein Wort das andere ergeben hat… Wenn es nur ein vorbeifahrender Radfahrer war, hätte er-als Erwachsener- die Situation einfach verlassen sollen bevor es ausartete…

    • @Alexa79
      Sehe ich genau so…..wir haben auch „Cowboys und Indianer“ gespielt und bei der „Jagd“ geschrien…, allerdings muss ich, genau wie Sie es beschreiben, feststellen – Kinder sind heute häufig „anders“ – Eltern schauen weg, vllt aus „schlechtem Gewissen heraus“ oder was auch immer? Die Kinder werden ja auch schon mit 2 Jahren im Kiga „abgegeben“ – nicht selten mit Mittagsbetreuung und erst gegen 16:00h/16:30h – wieder abgeholt. Familienleben?
      Nicht alle diese Mütter gehen arbeiten………

    • Genau so!
      Ich rege mich nicht über Babys oder Kleinkinder auf, die weinen .
      Aber was man heute teilweise im Restaurant oder Café ertragen muss, ist grenzwertig.
      Allerdings muss man den Elter einen Vorwurf machen, die Kinder lernen keine Rücksicht auf andere zu nehmen.
      Plärren, schreien gehört dazu!
      Wehe wenn man freundlich fragt, ob es ein bisschen leiser geht.
      Dann geht es erst richtig los und bekommt den Vorschlag doch zu Hause zu bleiben!

  4. Ja, man wird sofort als kinderfeindlich eingestuft, was absolut nicht der Fall ist. Aber den Kiddies ein wenig Rücksichtnahme beizubringen, ist doch nicht zu viel verlangt. Heutzutage ist es auch ganz normal, dass die Nachbarskinder mal eben auf der Terrasse stehen oder über die Grundstücke anderer drüber rennen,das wäre uns früher nie eingefallen – und da kannten wir die Leute um uns herum wenigstens. Von den Eltern weit und breit keine Spur, aber wehe es passiert was, dann ist das Geschrei groß. Nein, den Kindern kann man keinen Vorwurf machen, sondern den Eltern, die das leider nicht verstehen (wollen), warum andere Menschen vom Geschrei ihres Nachwuchses so genervt sind…

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