US-Armee arbeitet an Super-Impfstoff gegen alle COVID-Varianten

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Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

SILVER SPRING. Während die Booster-Impfungen in Deutschland voranschreiten, arbeiten Biontech und Moderna bereits daran, ihre Impfstoffe speziell an die Omikron-Variante des Corona-Virus anzupassen. Die neuen Omikron-Impfstoffe werden voraussichtlich Ende März zur Verfügung stehen. Möglicherweise werden weitere Anpassungen nötig, wenn weitere Varianten auftauchen.

Wissenschaftler am Walter Reed Army Institute of Research in Silver Spring, Maryland, eine biomedizinische Forschungseinrichtung, die dem Pentagon untersteht, haben noch bedeutend ambitioniertere Plane, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet. Die Forscher arbeiten an einem Superimpfstoff mit Nanopartikeln, der gegen alle Corona-Varianten wirken soll, auch gegen solche, die es noch gar nicht gibt.

Eine erste klinische Studie ist am Walter Reed Institute bereits angelaufen, mit Unterstützung des US-Militärs. Wie amerikanische Medien berichten, wurde das Wundermittel schon im Dezember am Menschen getestet. Doch Kayvon Modjarra vom Walter Reed Institut dämpft die Erwartungen: Man müsse erst das „in einem Real-World-Setting verstehen, wie der Impfstoff wirkt“.

Auch Biontech-Chef Ugur Sahin äußerte sich unlängst zurückhaltend, was Universal-Impfstoffe angeht, und verwies darauf, dass Viren generell schnell mutieren, so dass Impfstoffe immer wieder angepasst werden müssen. Doch US-Immunologe Dennis Burton vom Scripps Research Institute in La Jolla, Kalifornien, sieht das anders. In einem gemeinsamen Aufsatz mit dem Kardiologen Eric Topol entwickelte er die Vision einer speziellen Klasse von Antikörpern, die gegen ganz unterschiedliche Stämme verwandter Viren helfen könnten, etwa HIV, Influenza und Corona. Allerdings seien zur Entwicklung solcher Antikörper weitere, massive Investitionen in die Grundlagenforschung erforderlich.

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