Untersuchungsausschuss Flut hört Sachverständige als Zeugen

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Die von der Flut zerstörte Eisenbahnbrücke über dem Fluss Ahr in Altenahr. Foto: Boris Roessler/dpa/Archiv

MAINZ. Der Untersuchungsausschuss des Landtags zur Flutkatastrophe befasst sich an diesem Freitag (9.30 Uhr) mit der Frage, ob die extreme Wetterlage vorhersehbar war und wieso es zu einer solchen Zerstörung mit 135 Toten und Hunderten Verletzten kommen konnte. Zehn Sachverständige aus Deutschland und Großbritannien sind eingeladen. Bei der öffentlichen Sitzung soll es auch darum gehen, welche Rolle Klimawandel und geografische Gegebenheiten spielten.

Für jeden Experten ist eine Stunde angesetzt, mit einem Ende der Sitzung wird erst am späten Abend gerechnet. Alle Fachleute haben ein Gutachten an die Mitglieder des Aussschusses geschickt und sollen ihre zentralen Punkte in 15 Minuten vorstellen. Anschließend sind jeweils 45 Minuten für die Befragung der Abgeordneten vorgesehen, wie Landtagssprecher Marco Sussmann erläuterte.

Unter den Experten sind auch einige, die sich schon im Untersuchungsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags zu der Katastrophe geäußert hatten: Wetterexperte Jörg Kachelmann hatte in Düsseldorf gesagt, schon Tage vor der Flutkatastrophe habe sich ein extremes Wetterereignis abgezeichnet. Aus Rheinland-Pfalz sind mit dabei Professor Lothar Kirschbauer vom Studiengang Umwelt-, Wasser- und Infrastrukturmanagement der Hochschule Koblenz sowie der Leiter des Kompetenzzentrums für Klimawandelfolgen bei der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft, Ulrich Matthes.

Wegen der Pandemie tagt der Ausschuss im Plenarsaal und alle Teilnehmer müssen durchweg FFP2-Masken tragen. Das Landesgesetz zu Untersuchungsausschüssen verbietet sowohl Ton-, als auch Filmaufnahmen während der Sitzung. Sie darf auch nicht gestreamt werden. (dpa)

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