E-Auto-Brände: Neue Herausforderung für Feuerwehren in Rheinland-Pfalz

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Ein verbranntes Elektroauto auf dem Gelände eines Autohauses. Foto: Christoph Soeder/dpa/Symbolbild

MAINZ. Die steigende Zahl von Elektroautos stellt die rheinland-pfälzischen Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Bei E-Autos bestehe das Risiko, dass bereits gelöschte Brände sich erneut entzünden könnten, sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Mainz der Deutschen Presse-Agentur. Dies sei in der Konstruktion von Lithium-Ionen-Batterien begründet. Um sogenannte Rückzündungen zu vermeiden, würden die Batterien bei E-Auto-Bränden daher länger mit Wasser gekühlt. Nach Daten des Kraftfahrtbundesamts gab es Anfang 2020 in Rheinland-Pfalz 5.683 Autos mit Elektro-Antrieb. Im Oktober 2021 waren es über 24.000.

Meist kann laut dem Ministerium von den Feuerwehren nur festgestellt werden, dass ein Feuer unter Kontrolle sei. Bis ein Brand als gelöscht gelte, könne es zu einem wochenlangen chemischen Prozess kommen. Daher würden Temperaturen von Batterien nach Löscharbeiten engmaschig kontrolliert, um ein erneutes Entflammen zu vermeiden.

Auch für die Entsorger der Unfallautos gelten demnach besondere Regeln: Nach Bränden würden Abschleppdienste über eine mögliche Rückzündungsgefahr informiert. Darüber hinaus werden E-Fahrzeuge nach Bränden bevorzugt im Freien gelagert, wie es von dem Sprecher hieß.

In Einzelfällen könne es zudem erforderlich werden, abgelöschte E-Autos für mehrere Tage in sogenannten Löschcontainern unter Wasser zu setzen. Insgesamt gehe von E-Autos jedoch eine ähnliche Brandgefahr aus wie bei Fahrzeugen mit anderen Antrieben, hieß es. (dpa)

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