Alljährlicher Geschenke-Umtausch: Einzelhandel geschockt!

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Foto: dpa

KAISERERSLAUTERN. Das Umtauschgeschäft nach Weihnachten in den rheinland-pfälzischen Städten hat in geringerem Umfang als sonst üblich begonnen.

Das hänge damit zusammen, dass zuvor auch das Weihnachtsgeschäft im stationären Handel schlechter gelaufen sei, sagte Thomas Scherer, Geschäftsführer des Handelsverbandes Rheinland-Pfalz, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Viele Kunden seien ins Internet abgewandert.

Nach vorläufigen Erhebungen sei der Umsatz im stationären Handel im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 um etwa 40 Prozent eingebrochen, sagte Scherer. Erheblich gesunken sei auch die Zahl der Menschen, die ihren Weg in die Läden fanden. Einzelne Geschäfte hätten von einem Rückgang von 80 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr berichtet. Ein wichtiger Grund dafür ist nach seiner Auffassung die Anfang Dezember eingeführte 2G-Corona-Regel, nach der nur noch Geimpfte und Genese Zutritt zu Geschäften des Einzelhandels bekamen. Ausgenommen von dieser Regelung sind Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Supermärkte.

«2G hat in Kombination mit den Einschränkungen in der Gastronomie dem Handel in Rheinland-Pfalz schwer zu schaffen gemacht», sagte der Geschäftsführer. Dagegen habe das Nachbarland Baden-Württemberg mit den dort weniger strengen Regelungen Kunden aus Rheinland-Pfalz anlocken können.

Die Aussichten des stationären Einzelhandels in Rheinland-Pfalz sind seiner Einschätzung nach ungewiss, da das Geschäft sehr stark von der Stimmungslage der Bevölkerung abhänge, in der es derzeit wegen der Omikron-Variante des Coronavirus eine große Verunsicherung gebe. «Ich plädiere für einen Richtungswechsel in der Politik. Die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem müssen aufgerüstet und sturmfest gemacht werden, damit wir wieder zu einer gewissen Normalität zurückkehren können», forderte Scherer.

 

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3 KOMMENTARE

  1. Frage: Weshalb ist denn nun der Einzelhandel geschockt und was hat der Geschenke Umtausch damit zu tun?
    Schlagzeile passt nicht zum Inhalt der Meldung. Was soll das?
    Dass die Umsatzzahlen im Einzelhandel deutlich unter dem Niveau 2019 liegen ist nun wirklich nichts Neues.
    Bestenfalls Erwartbares bestätigt und/ oder übertroffen.
    Also: bitte – SCHOCK Schlagzeilen wenn es SCHOCKIERENDES zu berichten gibt – nicht Erwartbbares oder längst Gewusstes. Lokalo ist doch nicht BILD – zumindest bislang nicht gewesen.

  2. Der genannte Herr Scherer plädiert für einen Richtungswechsel in der Politik. “Die Krankenhäuser und das Gesundheitssystem müssen aufgerüstet und sturmfest gemacht werden.” Haha, ein typischer Querdenker und Demokratiefeind. Was passiert in Wirklichkeit? Mit dem Geld aus dem ersten Krankenhausstrukturfonds (KHSF) wurden beziehungsweise wer­den 34 Krankenhäuser in Deutschland dichtgemacht. Fürs Dichtmachen gibt es zwischen 4500 und 12000 EUR pro Bett. Hallo Krankenhaus Ehrang.
    Das ganze Coronatheater dient als Verschleierung. Die Finanzmärkte gerieten im März 2020 nicht in ein Zins-Zickzack, weil Lockdowns verhängt werden mussten; vielmehr mussten Lockdowns verhängt werden, weil die Finanzmärkte ins Chaos abglitten. Die Lockdowns führten zur Aussetzung von Geschäftstransaktionen, wodurch die Nachfrage nach Krediten sank und eine Zinssatzsteigerung gestoppt wurde. Die verschuldeten Staaten halten weiterhin die Wirtschaft auf Sparflamme (Nullzins), weil die Staaten mit ihren Schulden schon bei einstellig positiven Zinssätzen sofort pleite wären. Firmenschließungen wegen Corona sind beabsichtigt. Bevor im Finanzamt oder bei der Polizei der Strom ausfällt, lässt man den Strom vorher erstmal bei den Bürgern ausfallen.

  3. Der Einzelhandel sollte nicht vergessen, dass durch die verfehlte Corona- Politik der letzten 2 Jahre auch die Bürger massive Einkommensverluste hinnehmen mussten. Da sitzt das Geld eben nicht mehr so locker. Das ganze jetzt alleine auf 2G oder den Internethandel zu schieben finde ich etwas daneben.

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