CDU Rheinland-Pfalz will mehr Geld für Polizei: Von Lewentz zurückgewiesen

2
Christian Baldauf, Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

MAINZ. In der Debatte über den Haushalt 2022 hat die CDU-Fraktion mehr Mittel für die Polizei verlangt. Es dürfe nicht sein, «dass unsere Polizei … permanent auf dem Zahnfleisch und bis an die Grenzen ihrer Belastung geht», sagte der Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf am Donnerstag im Landtag in Mainz. So habe sich bei der Polizei in Rheinland-Pfalz «ein Berg von mehr als einer Million Überstunden» aufgetürmt. Ziel müsse eine Einsatzbereitschaft von 10.000 Polizisten in Vollzeit sein.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) wies die Vorwürfe zurück: «Die Polizei ist sehr gut ausgestattet und es gibt immer mehr Polizisten.» Die Personalplanung sieht nach seinen Angaben für das kommende Jahr 13.270 Vollzeitstellen vor, nach 12.160 im Jahr 2017. Neben Verwaltungskräften und Kommissarsanwärtern werde in der laufenden Wahlperiode eine Zahl von 10.000 Polizeibeamten erreicht – «so viele wie nie zuvor». Die Mehrarbeit sei in den vergangenen Jahren trotz einer steigenden Zahl von Einsatzlagen deutlich reduziert worden, von 1,63 Millionen Stunden Ende 2017 auf 1,16 Millionen Stunden in der Mitte dieses Jahres. (dpa)

Vorheriger ArtikelNach Massenschlägerei in der Eifel: Polizei ermittelt gegen zehn Verdächtige
Nächster ArtikelMehr als 170.000 Drogengeschäfte abgewickelt? “DarkMarket-Ehepaar” in Trier vor Gericht!

2 Kommentare

  1. Rote Augenwischerei, aber Hauptsache, die Diäten wurden kräftig erhöht.
    Die geplagten Uniformierten, die sich mit dem wahren Pack (an S. Gabriel&Co.) herumschlagen müssen, brauchen nicht mehr Gehalt. Ganz großes Kino, Lewentz.

  2. Solange die Polizei noch Reserven hat um kleinen Kindern den Schlitten wegzunehmen, Wandergruppen wie Kriminelle zu verfolgen und weitgehend sinnfreie Coronakontrollen in Baumärkten durchzuführen (siehe das Gerichtsurteil aus Niedersachsen) braucht sie nicht mehr Geld.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.