Polizeikontrollen bei Morbach: Zahlreiche Fahrer unter Alkohol und Drogen

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Foto: dpa/Symbolbild

MORBACH. Beamte der Polizei Morbach führten am gestrigen Samstag, 11.12., erneut eine großangelegte Kontrolle in Kooperation mit der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz in der Nähe von Morbach durch. Dies teilt die Polizeidirektion Trier mit.

Auch diesmal lag der Fokus auf der Erkennung und beweissicheren Verfolgung von drogen- oder alkoholbeeinflussten Fahrern im Straßenverkehr. So kontrollierten die Studentinnen und Studenten unter der Anleitung und Aufsicht erfahrener Beamter eine Vielzahl von PKWs, Kleinbussen, LKWs und Fahrzeuggespannen.

Für zwei Brüder war nach der Kontrolle die Fahrt beendet, da beide unter Cannabiseinfluss standen. Sie hatten kurz zuvor einen PKW gekauft und waren auf dem Weg in die Niederlande. Da dieser PKW jedoch zahlreiche technische Veränderungen aufwies und vermutlich mit falschen Kennzeichen geführt wurde, könnte auf einen der Brüder noch mehr als das Verfahren wegen der Drogenfahrt zukommen. Ermittelt wird nun wegen einer möglichen Urkundenfälschung und dem Führen eines PKWs, dessen Betriebserlaubnis erloschen war.

Für zwei weitere PKW-Fahrer endete die Fahrt ebenfalls an der Kontrollörtlichkeit, zum einen wegen Cannabisbeeinflussung, zum anderen wegen erheblicher Alkoholisierung in Kombination mit einer fehlenden gültigen Fahrerlaubnis. Nur wenig später stoppten die Beamten den nächsten Fahrer ohne Fahrerlaubnis. Zwei der kontrollierten PKW hatten derart abgefahrene Reifen, dass bei den herrschenden winterlichen Verhältnissen im Hunsrück die Weiterfahrt untersagt werden musste. Bei Winterreifen wird eine Profiltiefe von mindestens vier Millimetern empfohlen, hier war nicht einmal mehr die gesetzliche Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern vorhanden. Dabei ist das hohe Gefahrenpotential hervorzuheben, das stark abgefahrene Reifen auf nassen und rutschigen Straßen bergen. Im Verlauf der gesamten Kontrolle konnten darüber hinaus einige kleinere Mängel an Fahrzeugen festgestellt werden, die ebenfalls geahndet wurden. Den berauschten Fahrern wurde eine Blutprobe zur beweissicheren Verfolgung der Verkehrsverstöße entnommen.

Gegen alle berauschten und führerscheinlosen Fahrer sowie Führer von verkehrsunsicheren Fahrzeugen wurden im Anschluss Straf- bzw. Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Diese einschlägige Bilanz der Verstöße, insbesondere Drogenfahrten, verdeutlicht die Notwendigkeit solcher engmaschigen Kontrollen und wirkt sich sowohl auf den Erfahrungsgewinn der Studentinnen und Studenten, als auch auf die lokale Verkehrssicherheitsarbeit positiv aus.

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