Neuer Bußgeldkatalog: Rettungsgasse, Tempo, Falschparken – DAS wird ab heute teurer!

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Der neue Bußgeldkatalog tritt ab Dienstag, 9. Oktober, in Kraft; Foto: dpa

Der Bundesrat hat höhere Bußgelder beschlossen, die ab dem heutigen Dienstag in Kraft treten. Deutlich stärker zur Kasse gebeten werden dabei Temposünder, Falschparker und Kraftfahrer, die eine Rettungsgasse benutzen, um schneller voranzukommen.

– Tempoverstöße sind jetzt teurer, aber Fahrverbotsgrenzen unverändert

– Bußgelder für Falschparken und Halten in zweiter Reihe spürbar gestiegen

– Wer keine Rettungsgasse bildet, bekommt jetzt ein Fahrverbot

70 statt 35 Euro für 20 km/h zu viel innerorts
Für Zu-Schnell-Fahrende ist es deutlich teurer als früher: Die Verwarnungsgelder für Überschreitungen ab 16 bis zu 20 km/h wurden mit dem neuen Bußgeldkatalog verdoppelt. Innerorts stiegen sie von 35 auf 70 Euro, außerorts von 30 auf 60 Euro. Punkte in Flensburg gibt es allerdings wie früher erst ab 21 km/h zu schnell.

Viel härter bestraft werden Raser: Wer etwa mit 91 km/h statt der erlaubten 50 km/h in der Stadt fährt, zahlt jetzt mindestens 400 statt heute 200 Euro.

Bei den Fahrverbotsgrenzen bleibt alles unverändert. Bei 31 km/h zu viel droht Autofahrern innerorts und bei 41 km/h außerorts oder wenn sie wiederholt mehr als 25 km/h zu schnell sind ein Fahrverbot.

ZUM AKTUELLEN “Busßgeldrechner” geht es HIER

Höhere Bußgelder für Falschparker
Normale Parkverstöße sind etwas teurer geworden. Wer zum Beispiel sein Auto im Halte- oder Parkverbot abstellt, zahlt 25 statt früher 15 Euro. Bei länger als einer Stunde mit Behinderung sind es jetzt 50 statt 35 Euro. Teurer ist es auch für alle geworden, die unberechtigt auf einem Schwerbehindertenparkplatz parken. Das kostet 55 statt bislang 35 Euro.

Das Zuparken von Feuerwehrzufahrten wird, wenn Rettungsfahrzeuge behindert werden, jetzt mit 100 Euro und einem Punkt geahndet. Den bekommt auch jeder, der einen Geh- und Radweg länger als eine Stunde blockiert und dabei andere behindert. Bußgeld: 80 Euro.

Kräftiger zur Kasse gebeten werden mit dem neuen Bußgeldkatalog auch alle, die in zweiter Reihe parken oder halten. Sie zahlen 55 Euro. Und Falschparkende, die dabei zum Beispiel Radfahrende behindern, zahlen 80 Euro und bekommen anders als früher einen Punkt in Flensburg.

Neu: Wer seinen Wagen unberechtigt auf einem Parkplatz für E-Autos oder Car-Sharing-Fahrzeuge abstellt, muss mit einem Verwarnungsgeld von 55 Euro rechnen.

Strafen für alle, die Fußgänger gefährden
Auto- und Motorradfahrende, die beim Abbiegen keine Rücksicht auf Fußgänger nehmen und sie dadurch gefährden, werden härter bestraft. Sie zahlen 140 statt früher 70 Euro, bekommen einen Punkt im Flensburger Fahreignungsregister und einen Monat Fahrverbot. Radfahrenden drohen in solchen Fällen 70 Euro und ein Punkt.

Rettungsgasse: Verstöße werden härter bestraft
200 Euro, zwei Punkte in Flensburg: Das drohte schon früher allen, die keine Rettungsgasse bilden. Neu seit dem 9. November: Dafür gibt es einen Monat Fahrverbot.

Wer auf die rücksichtslose Idee kommt, durch die Rettungsgasse zu fahren, zahlt mindestens 240 Euro und kassiert zwei Punkte sowie einen Monat Fahrverbot. In beiden Fällen können bis zu 320 Euro fällig werden, wenn dabei andere behindert, gefährdet oder Fahrzeuge beschädigt werden

(Quelle: ADAC)

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10 KOMMENTARE

  1. Radfahrer, die auf Bürgersteigen fahren?
    Radfahrer, die im Dunkeln ohne Beleuchtung fahren?
    Radfahrer, die über Zebrastreifen fahren?
    Radfahrer, die durch die Fußgängerzone radeln?
    Radfahrer, die bei Rot über die Kreuzung fahren?
    Nix, nada, rien, nothing!

    • Autofahrer, die auf Bürgersteigen parken?
      Autofahrer, die ohne zu blinken abbiegen bzw. einfach losfahren?
      Autofahrer, die nicht an Zebrastreifen halten, wenn Fußgänger wartet?
      Autofahrer, die (noch) durch die Fußgängerzone fahren?
      Autofahrer, die bei Rot mit Vollgas noch schnell über die Ampel fahren?
      ….

  2. Genau. Diese sch**ß Radfahrer sind viel schlimmer als Autofahrer. Wer Rad fährt, ist sowieso irgendwie unnormal. Ich fordere hohe Bußgelder für Radfahrer die auf unseren Straßen für KFZs fahren! Wozu haben wir Steuerzahler ihnen ihre Radwege gebaut? Zum Spaß?

    Außerdem brauchen wir einen Fahrradführerschein. Also nicht dieser Kinder-Radführerschein, sondern einen richtigen Führerschein mit Fahrschule und Prüfung! Radfahren erst ab 18. Punkt. Das würde schon einige Probleme mit jugendlichen Verkehrs-Kriminellen auf 2 Rädern lösen. Und es muss natürlich ein Kennzeichen und eine Versicherungspflicht und eine Steuer für Fahrräder geben. Wenn die Radfahrer gerne mit Autofahrern gleich gestellt werden wollen, dann sollen sie auch keine Rosinen picken und voll in die Verantwortung genommen werden! Helmpflicht sollte klar sein, und ich bin auch dafür, dass Radfahrer nur in leuchtenden Warnklamotten durch die Gegend gurken dürfen! Ich glaube, dann hat es sich hoffentlich ausgeradelt.

  3. Klares Statement dazu:
    Nicht mehr zum einkaufen in die Stadt , lass die Radler dort schön radeln.
    Die Läden werden schließen……Die Radler haben dann ihr Velodrom.
    Ich hoffe dass die Trierer Innenstadt verwaist…aber dann ist es zu spät die Preise fürs parken etc zu senken.
    Jeff wird´s erfreuen.

  4. Radfahrer*innen, die mit Lastenrad und Kinderbeladung über den Fussweg fahren , das ist auch immer schön wie sich Radfahrer grundsätzlich unter ignorieren von Verkehrsregeln unterdrückt und missachtet fühlen wenn sie nicht so fahren dürfen wie sie es wollen, aber von allen anderen ob Autofahrer und Fussgänger verlangen ihnen freie Fahrt zu gewähren.
    Es gehört auch ein neuer Bussgeldkatalog für Radfahrer, die Strafen sind lächerlich wenn man überhaupt mal welche erwischt.

  5. Habe noch eine Wohnung in Trier und war gestern dort und wollte mit meiner Freundin eine Nacht bleiben. Es war sofort bei Ankunft Stress um einen Parkplatz. Auf dem Bürgersteig fuhr dann noch eine Mutti fasst in die Hacken meiner Freundin. Eigentlich wollten wir in der City noch was shoppen. Wir hatten dann die Schnauze voll und entschieden uns wieder nach Überherrn zu fahren ins gemütliche Saarland, links/ grünes Trier, meine Heimatstadt…..ich möchte Dich nicht mehr, Du bist nicht mehr meine Stadt.

  6. @Kabumm
    Der Bußgeldkatalog für Radfahrer wurde ebenfalls erhöht. Und zwar deutlich im Vergleich zum Pkw.
    Fahren auf Gehwegen mit dem Fahrrad – von 10 auf 55 Euro. Kommt es zu einem Unfall, sind es sogar 100 Euro.
    Das sind keine lächerlichen Strafen mehr. Aber wie beim Pkw wird zu wenig kontrolliert und das wird sich wahrscheinlich nie ändern.

  7. Auch schon mal erlebt, dass mit schöner Regelmäßigkeit Strafen für Kriminelle angehoben wurden? – Nein!? – Ich auch nicht!

    Im Gegenteil, da sucht man händeringend nach allen möglichen Entschuldigungen und fadenscheinigen Begründungen mit diversen Gutachtern, Psychologen und Rechtsverdrehern, um Strafmilderung zu erreichen. Bzw. um die sowieso schon lächerlichen Strafen für dieses Klientel gegen Null zu bekommen!

    Aber beim bösen Autofahrer, da muß man natürlich jedes Jahr noch was drauf packen!

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