Baugewerbe-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück: Harald Schmitz für 5 Jahre an Spitze wiedergewählt

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Im Vorstand rund um Obermeister Harald Schmitz (links) und seine beiden Stellvertreter Martin Anton (rechts) und Herbert Lames (2. v. r.) engagieren sich ab sofort auch junge Ehrenamtsträger als Beisitzer. Foto: Baugewerbe-Innung MEHR

PLATTEN. Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Baugewerbe. Fehlender Berufsnachwuchs, Fachkräftemangel, Materialknappheit und Preiserhöhungen haben das Arbeiten der Baubranche im Innungsbezirk Mosel-Eifel-Hunsrück-Region (MEHR) nicht leichter gemacht, wie die Kreishandwerkerschaft MEHR mitteilt. Ende Oktober trafen sich die Mitglieder der regionalen Baugewerbe-Innung zur Jahreshauptversammlung in Platten. Obermeister Harald Schmitz ging in seinen Eröffnungsworten auf die aktuellen Problematiken in der Branche ein. Darüber hinaus kritisierte er die Integrationspolitik im Land und den immer noch steigenden Bürokratismus, der den Unternehmern immer mehr Zeit abverlangt. „Mit über 50 Betrieben ist die Innung stark in der Region vertreten und fordert entsprechende Erleichterungen“, so der Dipl.-Ing. (FH) und Geschäftsführer der Josef Schmitz GmbH aus Großlittgen, die derzeit rund 40 Mitarbeiter beschäftigt.

Schmitz, der seit 2002 das Amt des Obermeisters begleitet, wurde bei den anstehenden Vorstandswahlen von der Versammlung für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Ebenso wiedergewählt wurden die stellvertretenden Obermeister Martin Anton aus Morbach und Herbert Lames aus Gerolstein. Lehrlingswarte bleiben Horst Müllers aus Ürzig und Matthias Schmitz aus Weinsheim. Die Beisitzer Hans-Peter Feltes, Claus Beyer, Achim Berg und Hilmar Klein wurden ebenso wiedergewählt. Neu als Beisitzer kamen Achim Maas, David Anton, Julia Kappes und Johannes Feltes in den Vorstand. Kassenprüfer sind Werner Kappes und Marc Schmitz. „Mit den neuen Beisitzern gewinnt die Innung auch junge Unternehmer für die Ehrenamtstätigkeit im Vorstand. Ein wichtiges Signal für die Zukunft“, freut sich Dirk Kleis als Geschäftsführer der Innung.

Axel Bettendorf, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer (HWK) Trier, berichtete über die Situation am Arbeitsmarkt. Die Ausbildungszahlen sind insgesamt mit einem Plus von sechseinhalb Prozent wieder leicht gestiegen, jedoch stelle man große Unterschiede im Bildungsniveau der Lernenden fest. Bettendorf informierte die Mitglieder, dass mit Hilfe der Nikolaus-Koch-Stiftung von der HWK ein Sozialpädagoge eingestellt wurde, um Auszubildende bei Bedarf besser unterstützen zu können. Zudem warb er darum, dass die Betriebe positive Botschaften beim Thema Ausbildung senden mögen, um gegenüber der Politik und der Jugendlichen ein attraktives Image dualer Ausbildung im Handwerk zu erzielen.

Auch der Hauptgeschäftsführer des Verbands Bauwirtschaft Rheinland-Pfalz, Thomas Weiler, machte deutlich, dass Ausbildung beim Fachverband höchste Priorität hat. Er stellte dafür die aktuellen Ausbildungsinitiativen vor und warb für den Einsatz des Bausprinters, der eigens für Nachwuchswerbung im Land unterwegs ist. Dieser kann von jedem Mitglied oder von Schulen für Aktionen angefordert werden. Weiler berichtete zudem über die Schwerpunkt-Ergebnisse aus der Schlichtung des neuen Tarifvertrages. Die Mitglieder der Bau-Innung zeigten Zustimmung zum neuen Tarifvertrag und Hilmar Klein aus Jünkerath, Delegierter der Innung zum Verband, wird das Meinungsbild seiner Innunskollegen in den anstehenden Gremienversammlungen der Bauwirtschaft vertreten.

Auch die Flutkatastrophe vom Juli beschäftigte die Versammlung. Die Innung unterstützt mit 10.000 Euro das Spendenkonto „Fluthilfe“ der Kreishandwerkerschaft Mosel-Eifel-Hunsrück-Region, der Geschäftsstelle der Innungen.

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