Masern sorgen für Zwangspause – Vor nächster Woche keine Flüge aus Ramstein

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US-Soldaten gehen auf der Ramstein Air Base mit Einkaufswagen an Zelten vorbei. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild

WASHINGTON/RAMSTEIN. Die Evakuierungsflüge mit afghanischen Schutzbedürftigen in die Vereinigten Staaten vom US-Stützpunkt im pfälzischen Ramstein bleiben noch bis nächste Woche ausgesetzt. Die Pause gelte noch «mindestens sieben Tage», sagte am Montag der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Die Aussetzung der Flüge sei nach der Entdeckung einzelner Masern-Infektionen in Abstimmung mit der US-Gesundheitsbehörde CDC erfolgt.

Bislang seien bei in den USA angekommenen Flüchtlingen fünf Infektionen festgestellt worden, sagte Kirby. Die Betroffenen befänden sich in Quarantäne und würden medizinisch versorgt. Masern sind eine der ansteckendsten Krankheiten des Menschen überhaupt.

Am Sonntag hielten sich weiterhin mehr als 9000 Afghanen auf dem weltweit größten US-Luftwaffenstützpunkt außerhalb Amerikas auf, wie eine Sprecherin der Air Base mitgeteilt hatte. Ein Stützpunkt im Emirat Katar und jener in Ramstein sind die wichtigsten Drehkreuze für die Weiterreise der Afghanen, die das US-Militär nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban ausgeflogen hatte. Mit Deutschland ist eigentlich vereinbart, dass Schutzbedürftige aus Afghanistan höchstens zehn Tage auf der Air Base verbringen sollten.

Kirby erklärte, die Impfung gegen Masern sei für die Afghanen im Rahmen ihres Visumsantrags verpflichtend. Nötige Impfungen würden derzeit auf den Stützpunkten in den USA durchgeführt, auf denen die Afghanen zeitweise untergebracht seien. Es werde daran gearbeitet, die Masern-Impfung auch bereits im Ausland vorzunehmen, sagte er. Der Stopp der Flüge für die Afghanen war am Freitag bekannt geworden.

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