Saarburg: Burganlage erstrahlt in neuem Glanz

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Foto: Richard Seer/Stadt Saarburg

SAARBURG. Seit 2004 saniert die Stadt Saarburg die Burganlage nach und nach. Nun ist der vorerst letzte Bauabschnitt dieser Sanierung abgeschlossen, wie die Stadt mitteilt. Er umfasste den Bergfried und das saarseitige Gemäuer der mittelalterlichen Burganlage. Zuvor wurden bereits große Teile der Umfassungsmauern, das Kurfürstenhaus und das Gemäuer des Bergfrieds stadtseitig renoviert.

Dies war erforderlich, da einzelne Steine zerbröselt oder herausgefallen waren. Das Ergebnis dieser Sanierung freut Bürgermeister Jürgen Dixius: „Die Burg erstrahlt jetzt in neuem Glanz. Unser Wahrzeichen zu erhalten ist eine Daueraufgabe für die Stadt Saarburg, der wir sehr gerne nachkommen.“

Seit dem Beginn der Arbeiten sind insgesamt rund 2,7 Millionen Euro in die Sanierung investiert worden, davon rund 669.500 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes, fast 1 Million Euro aus Denkmalpflegemitteln des Landes, rund 182.000 Euro aus dem Kreis und rund 100.000 Euro aus Leader-Mitteln. Der Eigenanteil der Stadt Saarburg belief sich für die bisherigen Arbeiten auf rund 700.000 Euro. Alle Maßnahmen wurden mit der unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises und der Generaldirektion kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz abgestimmt. Von der Planung über die Vermessung der Mauern bis zum Gerüstbau begleiteten der Architekt Franz Niespor und die Bauforscherin Jutta Hundhausen das Projekt. „Momentan sind alle Mauern stabil. Weiter saniert wird erst, wenn es erforderlich ist und weitere Mittel zur Verfügung stehen“, ergänzt Dixius.

Um die Burganlage zukünftig noch besser touristisch besser in Wert zu setzen, wird aktuell an der barrierefreien Erschließung und einem touristischen Konzept gearbeitet. Dieses umfasst unter anderem eine neue touristische Hinweis- und Informationsbeschilderung, ein Tastmodell für Blinde und neue Marketingprodukte. Zudem soll das Konzept bereits verfügbare Angebote, wie zum Beispiel eine Audiotour oder die Augmented Reality App „ARGO – Augmented Archaeology“, miteinschließen. Für diese und weitere Maßnahmen werden in den kommenden Jahren noch weitere 1,5 Millionen Euro aufgewendet werden, davon fast 1 Million Euro aus Denkmalschutzmitteln des Landes. Nach Abschluss aller Maßnahmen werden rund 4,2 Millionen Euro in den Erhalt und die touristische Entwicklung des Denkmals investiert worden sein.

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