Schwerpunkt-Kontrollen in der Trierer Fußgängerzone: „Die Situation hat sich verbessert“

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Schilder in der Innenstadt zeigen, wann das Befahren erlaubt ist. Miriam Büchler (l.), Polizei Trier, und Christian Lauer (r.), Kommunaler Vollzugsdienst, kontrollieren die Einhaltung der Regeln. Foto: Rathaus Zeitung Trier

TRIER. Zerknirscht steigt eine junge Frau auf Höhe des Hauptmarktes am Donnerstagmittag von ihrem Fahrrad herunter. Ja, sie wisse, dass man hier um diese Uhrzeit kein Fahrrad fahren dürfe, antwortet sie, als ihre Personalien vom Kommunalen Vollzugsdienst aufgenommen werden. Kürzlich gab es eine gemeinsame Schwerpunktkontrolle von Ordnungsamt und Polizei in der Fußgängerzone. Im Fokus standen Kraftfahrzeuge und Radfahrer, die die Fußgängerzone außerhalb der erlaubten Zeit und ohne Berechtigung befahren.

Die junge Frau war eine von insgesamt zehn Personen, deren Personalien von der Streife des Kommunalen Vollzugsdienstes (KomVD) aufgenommen wurden, da sie gegen das Fahrverbot in der Fußgängerzone verstoßen haben. Mit Ausnahme von einer Person war allen anderen bewusst, dass sie sich nicht richtig verhalten. Einige sprangen von ihren Fahrrädern herunter, als sich die Streife näherte.

Die Streife des KomVD, bestehend aus zwei Mitarbeitenden, machte die Personen auf ihr Fehlverhalten aufmerksam und notierte sich die Personalien. Wie bei der Polizei besteht auch gegenüber den Mitarbeitenden des Ordnungsamtes eine Ausweispflicht. Die Personalien werden direkt über Funk an die Leitstelle übermittelt. Dort werden die Ereignisse notiert und an die Bußgeldstelle weitergeleitet, die ebenso wie der Kommunale Vollzugsdienst dem Ordnungsamt angegliedert ist.

Im Dezember vergangenen Jahres wurde der Stadtverwaltung auf Antrag die Zuständigkeit zur Abwehr von Gefahren wegen der Zuwiderhandlung von verkehrsrechtlichen Anordnungen übertragen. Dazu zählt unter anderem auch die Nutzung von Gehwegen durch Radfahrer oder Kraftfahrzeuge. Seither führt der Kommunale Vollzugsdienst verstärkte Kontrollen durch. Den Schwerpunkt bildet dabei die städtische Fußgängerzone.

Aus Sicht von Reinhard Regneri, Sachgebietsleiter des KomVD, war die gemeinsame Kontrolle erfolgreich. Die wenigen Verstöße seien ein Zeichen, dass die regelmäßigen Kontrollen Wirkungen zeigten und sich der Großteil der Fahrradfahrer an die Regeln halte. „Das Verteilen von Bußgeldern ist nicht unser Ziel, sondern dass man sich als Fahrradfahrer in der Fußgängerzone an die Regeln hält und somit keine gefährlichen Situationen entstehen“, betont Regneri.

Aus der Bevölkerung kamen immer wieder Hinweise und Beschwerden über schnelle Fahrradfahrer in der Fußgängerzone. Teilweise wurden auch Personen gefährdet, weshalb der KomVD mit den regelmäßigen Kontrollen anfing. Mittlerweile ist er mindestens zwei Mal pro Woche in der Trierer Innenstadt unterwegs. Die Situation habe sich deutlich verbessert, was die positiven Reaktionen der Bürger bestätigten, so Regneri.

(Quelle: Johanna Pfaab / RATHAUS ZEITUNG TRIER)

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