RLP startet mit Impfbussen – Impfzentren impfen auch ohne Termin

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Menschen warten in einer Schlange auf ihre Corona-Impfung vor einem Impfbus. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

MAINZ. Impfen wird schneller und einfacher: Die Landesregierung passt ihre Impfkampagne an die neuen Gegebenheiten an und geht den nächsten Schritt, um Impfungen noch besser und flexibler in die Fläche zu tragen. Zum weiteren Ausbau haben am heutigen Montag, 2. August, sechs Impfbusteams in Rheinland-Pfalz ihre Arbeit aufgenommen. Deren dezentrale Angebote mit rund 200 Impfterminen auf Supermarktparkplätzen quer durchs Land sorgen neben der zeitweisen Öffnung der Impfzentren für Impfungen ohne vorherige Anmeldung für einen noch unkomplizierteren Zugang zur Coronaschutzimpfung für alle Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzer. Dies teilt das Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz heute mit.

„Eine hohe Impfquote ist die beste Voraussetzung, die Pandemie langfristig kontrollieren zu können. Deswegen ist es so wichtig, den nun ausreichend vorhandenen Impfstoff weiter sehr effizient zu nutzen und den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bisher noch nicht für eine Impfung entschieden haben, ein einfaches und schnell umsetzbares Angebot zu machen. Das setzen wir mit den Impfbussen und den Impfungen ohne Anmeldung in den Impfzentren um – frei nach dem Motto: Kommen, ausweisen, Schutz-Impfung erhalten“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Die Impfaktion der sechs Busteams, die zunächst bis Ende August geplant ist, läuft in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz und in Kooperation mit den Supermarktketten Aldi, Edeka, Penny, Rewe und Wasgau, wie Gesundheitsminister Clemens Hoch erläuterte, der zum Auftakt mit dem Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling den Impfbus am derzeitigen Standort in Mainz-Hechtsheim besuchte. Die Impfungen finden „offen“ statt, das heißt ohne vorherige Terminvereinbarung. Gewählt werden kann zwischen dem Vakzin von Johnson & Johnson und Biontech. Die anstehenden Zweitimpfungen sind für alle Impflinge durch einen erneuten Besuch des Impfbusses oder alternativ in einem Impfzentrum gesichert. Bei Johnson & Johnson ist keine Zweitimpfung nötig.

Für ein flächendeckendes Impfangebot verteilen sich die Impfbusteams im Laufe der Aktion auf Supermarktparkplätze im gesamten Bundesland. Geimpft wird je nach Region an bis zu zwei Standorten täglich. Die Impfbusse sind werktäglich im Einsatz, die genauen Standorte und Zeiträume werden regional bekanntgegeben.

Neben der Aktion der Impfbusse ist vom heutigen Montag an in allen Impfzentren im Land in bestimmten Zeitfenstern eine Impfung ohne vorherige Terminvereinbarung möglich. Die Zeitfenster, in denen Impfungen ohne vorherige Anmeldungen angeboten werden, variieren dabei zwischen den Impfzentren und werden von der zuständigen Kommune ausgewiesen. Auf Basis des eingeführten Ampelsystems kann die Auslastung in den Impfzentren online auf impftermin.rlp.de eingesehen werden.

Bereits in der Vergangenheit wurden in Rheinland-Pfalz zahlreiche Sonderimpfaktionen – jüngst unter anderem für junge Erwachsene an den Hochschulen und Universitäten – organisiert und das Verfahren zur Impfung mit der zunehmenden Verfügbarkeit von Impfstoff immer weiter vereinfacht. „Wir arbeiten weiterhin intensiv daran, die Corona-Schutzimpfungen in Rheinland-Pfalz möglichst schnell und weit zu verbreiten, um eine maximal mögliche Impfquote erreichen zu können“, sagte Gesundheitsminister Hoch.

Termine der Impfbusse finden sich unter: https://corona.rlp.de/de/impfbus/.

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3 KOMMENTARE

  1. Eine wunderbare Idee – mit dem Impfbus – ein Dank an das Team des Imbusses der die Bereiche Trier betreut – Profis, die ohne Schmerzen spritzen können. Jedoch was soll das Schauspiel der Stadt Trier, vertreten durch die Stadtrambous (Vollzugsdienst) und der Polizei , die gemeint hatte das Impfereigniss durch ein Schauspiel zu stören. Was soll das? Das Land kommt den Bürger entgegen – die Stadt Trier meint Sie müsste ein Vorstellung geben – ein Skandal!!

  2. Wann schickt das Gesundheitsministerium endlich Drückerkolonen mit Spritzen durchs Land ?
    Eine gute Idee wären auch noch Impfzentren in Freizeitparks , impfen während der Achterbahnfahrt oder in der Geisterbahn von Karlchen Lauterbach ( gruseliger gings nicht mehr ).
    Selbst wenn sie mit ihrem Bus die Personen erreichen die bis dato einfach zu bequem oder zu dämlich waren ins Impfzentrum zu fahren , werden letztendlich min. 30 % übrig bleiben die sich einfach nicht impfen lassen wollen und dafür sicher gute Gründe haben !

  3. Inzwischen sind alle früheren Ziele vergessen: Kurve abflachen, R-Wert, Überlastung des Gesundheitssystems vermeiden etc. Es geht ausnahmslos noch um »die Impfung«.

    So ganz das Allheilmittel scheint die Impfung nicht zu sein, wenn man die Berichte aus anderen Ländern liest, wie viele geimpfte Personen sterben und vor allem auch, wie viele doppelt geimpfte Personen auch weiterhin als Virenüberträger fungieren können.

    Inseln, die eine Impfquote von 100 % aufweisen, haben eine Inzidenz von über 600. Allein dies beweist die vollständige Sinnlosigkeit dieser »Inzidenzwerte«.

    Wenn man in seinem persönlichen Umfeld eine Umfrage macht, weshalb sich die Leute impfen lassen, hört man Antworten wie: Ich will wieder reisen, ich will ins Kino, problemlos einkaufen, ins Restaurant etc. – Nur eine Antwort hört man praktisch nie: Ich will vor dem Virus geschützt sein!

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