Entsetzliche Zerstörungen: Trierer Bischof Ackermann besuchte Katastrophengebiete

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Bischof Stephan Ackermann. Foto: Arne Dedert/ dpa-Archiv

TRIER/BAD NEUENAHR-AHRWEILER/REMAGEN/SCHULD. Neben den Kreisen Trier-Saarburg und Bitburg-Prüm ist besonders die Region an der Ahr von der Unwetter-Katastrophe betroffen. Bischof Stephan Ackermann ist am 16. Juli in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Remagen gewesen, um mit Betroffenen und Einsatzkräften zu sprechen und sich ein Bild von der Situation zu machen, wie die Pressestelle des Bistums heute mitteilt.

Bereits am Donnerstag zeigte der Bischof sich schockiert über das Ausmaß der Katastrophe: „Mit Entsetzen höre ich die Nachrichten und sehe ich die Bilder aus den vom Unwetter betroffenen Teilen unseres Bistums und in den angrenzenden Gebieten. Wir alle sorgen uns um die Menschen, die in den betroffenen Orten leben und arbeiten. Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen und Vermissten, bei deren Angehörigen, Freundinnen und Freunden“, so Ackermann. Weiter bat der Bischof die Gläubigen um ihr Gebet für Betroffene und Einsatzkräfte.

Am gestrigen Freitag besuchte Ackermann Bad Neuenahr-Ahrweiler, Schuld und Remagen, wo er sich mit Pfarrern und Ehrenamtlichen traf. Ackermann stieß dabei auf erschütterndes menschliches Leid: „Ich habe mit einer jungen Frau gesprochen, deren Haus verwüstet wurde, die aber weiter fürs DRK im Einsatz ist. Sie hat nur noch ihre Einsatzkleidung. Ein Ehepaar hat erzählt, dass sie wissen, dass ihre Kinder in der Nähe in Sicherheit sind. Sie bekommen aber bisher so gut wie keinen Kontakt. Ein anderes Ehepaar ist nach der Rettung getrennt worden und hat noch nicht wieder zusammengefunden. Leute haben mir erzählt, dass sie gerade mit der Renovierung ihres Hauses fertig waren: Jetzt ist alles zerstört.“

Auch die Schäden an Kirchen und anderen kirchlichen Gebäuden seien „verheerend“, so etwa an der Piuskirche in Bad Neuenahr. Es müsse in diesem Bereich jetzt eine Schadenaufnahme geben, die dann verwalterisch bearbeitet wird.

Es sei ihm wichtig gewesen, seine Solidarität mit Betroffenen und Einsatzkräften zu zeigen, so Ackermann weiter. Die Kirche werde seelsorgerisch und bei der Vernetzung helfen. Zudem seien zwei Spendenkonten eingerichtet worden, „von Bistum und Diözesan-Caritasverband und von der Stiftung ‚Menschen in Not‘.“ Ackermann verwies auch auf die Homepage t1p.de/hochwasser-hilfe, die die kirchlichen Hilfsangebote bündelt.

Angesichts des unermesslichen Leids, das die Flutkatastrophe über viele Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gebracht hat, gestalten der Präses der rheinischen Landeskirche, Dr. Thorsten Latzel, und Bischof Ackermann einen Klage-Gottesdienst in der Trierer Konstantin-Basilika. Der Gottesdienst findet am heutigen Samstag, 17. Juli, um 18 Uhr statt, wird aufgezeichnet und ist am morgigen Sonntag, 18. Juli, um 9 Uhr als YouTube-Premiere mit Live-Chat auf der ekir.de-Startseite zu sehen.

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