Tourismus nachhaltig gestalten – Neuer Bachelorstudiengang „Tourismusgeographie“ in Trier

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An der Universität Trier gibt es jetzt einen neuen Bachelorstudiengang. Foto: Universität Trier.

TRIER. An der Universität Trier startet der in Deutschland einmalige Bachelorstudiengang „Tourismusgeographie“. Studierende lernen, wie sie Tourismus kritisch begleiten und nachhaltig gestalten. Dies teilte die Universität heute mit.

Egal ob an der Mosel, in Barcelona oder Dubrovnik – überall, wo in Scharen Touristen unterwegs sind, kommen Regionen an ihre Belastungsgrenzen. Durch den „Übertourismus“ sind Innenstädte überfüllt und die Natur wird vom Menschen in Mitleidenschaft gezogen. Studierende der Universität Trier werden mit dem Start des neuen Bachelorstudiengangs „Tourismusgeographie“ ab Oktober 2021 dazu ausgebildet, solche Probleme zu erkennen, zu untersuchen und Lösungen zu entwickeln.

Deswegen legt die Koordinatorin des Studiengangs Dr. Nadine Scharfenort hohen Wert auf eine gleichermaßen fundierte wissenschaftliche und praktische Ausbildung: „Der Studiengang liefert neue Impulse und Denkanstöße für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Tourismusgeographie ebenso wie für die Tourismuswissenschaft. Unsere Studierenden werden in der Lage sein, globale wie auch regional differenzierte, den Nachhaltigkeitszielen verpflichtete Tourismusstrategien zu entwickeln.“ Mit verschiedensten Forschungsmethoden und -erkenntnissen im Gepäck analysieren Studierende an realen Beispielen, welchen Einfluss die Freizeitaktivitäten von Urlauberinnen und Urlaubern auf Regionen der Erde haben.

Der neue Studiengang an der Universität Trier gehört zum Studienfach Geographie. Im Studium wird Grundlagenwissen aus der Humangeographie und der physischen Geographie einschließlich ihrer Arbeitsmethoden vermittelt. Dazu wird das Thema Tourismus aus allen Facetten betrachtet – inklusive der wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und auch politischen Folgen. Außerdem stehen Themen wie die Globalisierung, der Kampf um Ressourcen, Tourismusrecht und Tourismusentwicklungsplanung, aber auch Kommunikation und Marketing im Modulplan.

Damit die Studierenden geübt sind, praktisch zu arbeiten, kommen alternative Prüfungsformen zum Einsatz: Bestandteil einer Note können neben Klausuren und Seminararbeiten beispielsweise ein kurzer Essay, ein Quiz oder ein Blog sein. Eigenständige Forschungsarbeiten, Exkursionen, Projekte mit Unternehmen, Institutionen oder Verbänden werden gefördert. Noch dazu ist im Studium ein zweimonatiges Praktikum vorgesehen, das auch im Ausland verbracht werden kann.

Im neuen Studienangebot ist genau richtig, wer das eigene Handeln in einer globalisierten Welt hinterfragen sowie sich mit den Folgen von Tourismus ganzheitlich auseinandersetzen möchte.

Der Forschungsschwerpunkt Tourismusgeographie hat an der Universität Trier Tradition. Auch das in die Disziplin einführende Lehrbuch hat der Trierer Geograph Prof. Dr. Andreas Kagermeier geschrieben, der neben Koordinatorin Scharfenort für das Studienangebot verantwortlich ist. Nun gibt es zur Tradition den passenden Studiengang an der Universität Trier. Universitätspräsident Prof. Dr. Michael Jäckel freut sich über den neuen Bachelor: „Eigentlich ist es mehr als ein Zugewinn, sondern eine Rückbesinnung auf ein Markenzeichen. In der Geografie hat man Trier über viele Jahre mit Tourismus in Verbindung gebracht. Daran möchten wir wieder anknüpfen.“

Der Bachelorstudiengang Tourismusgeographie ist zulassungsfrei. Bis zum 15. September 2021 kann man sich für einen Studienstart im Wintersemester 2021/22 einschreiben. Koordinatorin und Studienberaterin Nadine Scharfenort beantwortet gerne Fragen zum Studiengang und vergibt Termine für Orientierungsgespräche.

Zum Studienangebot der Universität Trier geht es hier: www.studienangebot.uni-trier.de.

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