Zum Ende der Impf-Priorisierung: Impfstoff ist nach wie vor knapp!

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Symbolbild; Paul Zinken (dpa)

MAINZ. Mit Beginn der neuen Woche hebt Rheinland-Pfalz die bisher geltende Priorisierung bei den Corona-Schutzimpfungen auf. Das bedeutet, dass sich alle, die wollen, ab (dem heutigen) Montag für eine Impfung anmelden können. Allerdings ist der Impfstoff nach wie vor knapp, zudem stehen noch viele Rheinland-Pfälzer, die einer Priogruppe fffangehören und sich bereits registriert haben, auf der Warteliste.

Nach Angaben von Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) erhalten die Haus-, Betriebs- und niedergelassenen Ärzte im Juni zwei Drittel der rund 1,5 Millionen Impfstoffdosen, die für das Bundesland vorgesehen sind. Die Impfzentren erhalten das restliche Drittel. Hoch rät deshalb Impfwilligen, es mit ihrer Registrierung besser bei einem Hausarzt zu versuchen als in einem der Impfzentren.

Rund 20 Prozent der Rheinland-Pfälzer hatten in der vergangenen Woche laut Ministerium bereits die zweite Impfung erhalten, hinzu kamen noch über 1,65 Millionen Erstimpfungen. Die über 60-Jährigen, die schon seit Wochen im sogenannten Impfpool auf einen Termin warten, sollen diesen spätestens bis Anfang dieser Woche bekommen haben. Auch zuletzt noch nahm den Angaben zufolge die Zahl der beispielsweise in der Priogruppe eins Registrierten zu. Gründe dafür waren unter anderem ein 80. Geburtstag, eine aufgeschobene Impfentscheidung oder ein neuer Job. Angehörige der Priogruppen eins bis drei, die sich bis zum 7. Juni haben registrieren lassen, soll auch nach diesem Stichtag bei der Terminvergabe gegenüber den Impfwilligen ohne Priorisierung bevorzugt werden, die sich erst danach angemeldet haben.

Dem Robert Koch-Institut zufolge hatten bis einschließlich 4. Juni 43,1 Prozent der Rheinland-Pfälzer mindestens die erste Impfung erhalten, das sind demnach etwa 1,76 Millionen Menschen.

Solange es keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für die Corona-Schutzimpfungen von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren gibt, können diese laut Gesundheitsministerium auch nicht in den Impfzentren dafür angemeldet werden. Grundsätzlich möglich sind den Angaben zufolge jedoch Impfungen mit vorheriger Beratung bei den Haus-, Kinder- und Jugendärzten, die die Kinder oftmals schon seit Jahren kennen.

Vorreiter bei den Impfungen durch Betriebsärzte, die flächendeckend ebenfalls an diesem Montag beginnt, ist der Chemieriese BASF in Ludwigshafen. Seit Inbetriebnahme des Impfzentrums am 14. April hätten bis einschließlich 4. Juni rund 14 500 BASF-Mitarbeitende eine Erstimpfung erhalten, teilte ein Konzernsprecher mit. Dies sei strikt nach der durch das Land Rheinland-Pfalz vorgegebenen Impfreihenfolge – Priogruppen zwei und drei – erfolgt. Ende Mai habe das Unternehmen mit Zweitimpfungen begonnen. «Bis einschließlich 4. Juni werden rund 3300 Mitarbeitende eine Zweitimpfung erhalten haben.»

Dem Sprecher zufolge könnten sich alle Mitarbeitenden der BASF am Standort Ludwigshafen von diesem Montag an für einen Impftermin registrieren. Da die Verfügbarkeit von Impfstoff aber nach wie vor begrenzt sei, würden freie Termine zunächst Registrierten der Impfgruppe drei angeboten, die bisher keine Impfung erhalten hätten.

«Der Impfstoff wird verimpft wie er reinkommt», betonte der Sprecher. Die Zuteilung der Art und Menge erfolge bei dem Modellprojekt zentral über die Landesregierung. «Ab 7. Juni unterstützen bundesweit Betriebsärzte bei der Covid-Impfkampagne. In den nächsten Wochen werden daher Impfstofflieferungen des Landes sukzessive durch Impfstofflieferungen für Betriebsärzte ersetzt werden.» Was das im Einzelnen für die Impfstoffmengen bedeute, sei noch nicht absehbar.

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